Streitthema Verbeamtung: SPD verlangt Lösung für alle Pädagogen

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Beim Streitpunkt Verbeamtung von Lehrern in Sachsen will die SPD ihrem Koalitionspartner CDU offenbar nicht blind folgen. Nach einer Klausur in Roßwein zum Thema Bildung verlangte die SPD-Fraktion am Freitag eine Lösung für alle Pädagogen. Ziel einer gemeinsamen Lösung müsse es sein, dass alle Lehrerinnen und Lehrer an sächsischen Schulen von einer Neuregelung bei der Bezahlung profitierten und nicht nur die neu eingestellten, hieß es. Zudem sollten die Gewerkschaften und Verbände als Tarifpartner eingebunden werden. Es gelte einen Weg zu finden, «der für Gerechtigkeit in den Lehrerzimmern sorgt».

Sachsen ist neben Berlin das einzige Bundesland, das seinen Lehrern bisher den Beamtenstatus verweigert. Nun aber will die CDU wohl sogar mehr Lehrer verbeamten als zunächst geplant - und zwar alle grundständig ausbildeten Lehrer bis zum Alter von 42 Jahren.

Für die anderen wird ein Ausgleich durch höhere Entgeltstufen erwogen. SPD- Chef Martin Dulig kritisierte, dass Details vorab mitgeteilt wurden. «Ob das gezielte Durchstechen von internen Informationen zu den Verhandlungen zum Bildungspaket von SPD und CDU in Sachsen bei der Einigung hilft? Ich glaube nicht. Wer eine tragfähige Lösung will, sollte vertrauensvoll zusammenarbeiten», twitterte er am Donnerstag.(DPA)