• In Klotzsche gibt es künftig weniger Parkplätze für einen sicheren Radweg - die einen freut es, andere äußern Kritik. (Symbolbild)

Streit um Parkplätze in Klotzsche

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Die Karl-Marx-Straße in Klotzsche soll sicherer für Fahrradfahrer werden, doch dafür müssen ab Montag mehr als 90 Parkplätze weichen. Die Stadt baut dort für eine Verbreiterung der Radwege, weshalb der rechte Parkstreifen Richtung Flughafen entfällt. Die Arbeiten sollen Ende August abgeschlossen werden, pünktlich zum Start der Inbetriebnahme des neuen Gymnasiums Klotzsche. Dort sollen nach den Sommerferien mehr als 1100 Schüler lernen. "Dafür braucht es sichere Radwege", heißt es in einer Mitteilung von der Stadt. "Die jetzigen sind es nicht, da ein Sicherheitstrennstreifen zu den parkenden Autos fehlt und die Radwege auch nicht die heute übliche Breite von 1,85 Meter haben."

Für die Maßnahme gibt es viel Lob, aber auch Kritik. Denn die Parkplätze, welche größtenteils von Anwohnern genutzt werden, werden nur zu einem Bruchteil ersetzt. Ein Unding, heißt es von der FDP. Zudem seien die Anwohner zu kurzfristig informiert wurden. Die FDP hatte bis zuletzt versucht, den Start der Arbeiten u.a. mit einer Plakataktion zu stoppen.

Dabei wurden die Arbeiten im Rahmen des Radverkehrskonzeptes bereits im Jahr 2017 beschlossen. Wie die Stadt berichtet, hatte eine Untersuchung ergeben, dass es genügend Potenzial auf den privaten Grundstücken für Parken gebe. "In den angrenzenden Garagenkomplexen waren die vorhandenen Garagen teilweise so stark eingewachsen, dass sie augenscheinlich länger nicht genutzt worden sind." Außerdem würden viele Fremdparker die Parkplätze vor Ort nutzen, wohl, um die Kosten beim Flughafen zu umgehen. "Das Amt für Stadtplanung und Mobilität zieht daher auch in Betracht, die Möglichkeit eines Bewohnerparkbereiches zu prüfen und wird die Parksituation mit der neuen Parkregelung beobachten."