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Straßenmusiker in Handschellen - neue Vorwürfe

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Das rigorose Durch­greifen gegen einen Straßen­mu­siker auf der Prager Straße sorgt weiter für Wirbel. Wir hatten exklusiv über den Vorfall berichtet - der Mann war am Dienstag in Handschellen abgeführt worden. Wie die Stadt nun mitteilte, habe der Straßen­mu­siker Ordnungsamt-Mitar­beiter angespuckt und sich heftig gewehrt. Man prüfe nun Anzeige zu erstatten. Der Gitar­rist bestä­tigte in einem Gedächt­nis­pro­to­koll, dass er Wider­stand geleistet habe - er sprach dennoch von einem brutalen Einsatz. Seit Anfang August dürfen Straßen­mu­siker in Dresden nur noch mit Geneh­mi­gung auftreten.Gedächtnisprotokoll des BetroffenenState­ment der Stadt­ver­wal­tung:Am 26.8. ging im Ordnungsamt eine Beschwerde eines Gewer­be­trei­benden ein,welcher offen­sicht­lich von der Musik eines Gitar­ren­spie­lers genervt war.Der Stras­sen­mu­siker konnte bei der Kontrolle keine Sonder­nut­zungs­ge­neh­mi­gung des Straßen- und Tiefbau­amtes vorweisen. Er zog die Kontrolle vielmehr ins Lächer­liche, indem er angab, dass ihm Gott die Erlaubnis erteilt hat und er Walther von der der Vogel­weide sei.Dem Betrof­fenen wurde erläu­tert, dass er bei  weiterer Verwei­ge­rung derAngaben zu seiner Person zum Polizei­re­vier verbracht wird. Daraufhin versuchte er wegzu­laufen, was aber nicht gelang, weil der Mitar­beiter des Ordnungs­amtes ihn am Arm festhielt. Der  Gitar­ren­spieler fing laut an zu schreien und bespuckte den städti­schen Mitar­beiter.Weil weitere Tätlich­keiten zu befürchten waren, wurde der Betrof­fene mittels Handschellen fixiert und gegen seinen Willen zum Dienst­fahr­zeug verbracht.Auch im Revier war er zunächst nicht koope­rativ und machte wider­sprüch­licheAngaben zu seiner Person. Ein Grund dafür könnte sein, dass der Straßen­künstler ohne festen Wohnsitz auf Veran­las­sung des Amtsge­richtes Nürnberg zur Aufent­halts­er­mitt­lung ausge­schrieben ist.An den Folge­tagen meldeten sich Passanten im Ordnungsamt und stellten sichals Zeuge zur Verfü­gung. Sie hatten mit Entsetzen beoba­bachtet, wie deraggres­sive Stras­sen­künstler den städti­schen Mitar­beiter bespuckt hatte.Der Gitar­ren­spieler muss nun mit einer Anzeige wegen Wider­stand gegenstädti­sche Vollzugs­be­dienste rechnen.