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Stollenprüfung in der Altmarktgalerie

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Eine zwölf­köp­fige Jury hat bei der öffent­li­chen Stollen­prü­fung in Dresden das tradi­tio­nelle Weihnachts­ge­bäck unter die Lupe genommen. „Geprüft wird nach vier Krite­rien und strengen Maßstäben“, erklärte René Groh vom Schutz­ver­band Dresdner Christ­stollen. Die Prüfer bewerten die äußere und innere Beschaf­fen­heit des Stollens sowie Geruch und Geschmack. Nur wer die strengen Anfor­de­rungen erfüllt, bekommt das goldene Gütesiegel. Die etwa 130 Bäcke­reien und Kondi­to­reien müssen damit rechnen, in ihren Backstuben auch unange­kün­digt Besuch von den Prüfern zu bekommen. Insge­samt werden in diesem Jahr mehr als drei Millionen Dresdner Christ­stollen gebacken.  Tabu sind dabei Marga­rine, künst­liche Aromen oder Konser­vie­rungs­stoffe. Bezogen auf die Mehlmenge muss ein echter Dresdner Christ­stollen mindes­tens 65 Prozent Rosinen, 50 Prozent Butter, 20 Prozent Orangeat und Zitronat sowie 15 Prozent bittere und süße Mandeln enthalten. Welche Gewürze verwendet werden oder ob die Rosinen etwa in Rum einge­legt sind, bleibe jedem Bäcker selbst überlassen, hieß es.