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Steuerplus in Dresden - Finanzbür­germeister warnt

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Dresden darf sich in diesem Jahr über Steuer­mehr­ein­nahmen in Höhe von rund 87 Millionen Euro freuen. Das liegt an einer überra­schenden einma­ligen Zahlung eines großen Unter­neh­mens, aber auch an einem Plus bei der Einkom­mens­steuer, teilte Finanz­bür­ger­meister Peter Lames am Mittwoch mit. Er präsen­tierte die aktuellen Zahlen der Mai-Steuer­schät­zung.Lames warnte in Richtung der Stadt­rats­frak­tionen davor, das Geld sofort mit offenen Händen wieder auszu­geben. Denn im Jahr 2019 bekomme man im Rahmen des kommu­nalen Finanz­aus­glei­ches im Freistaat (FAG) in gleicher Größen­ord­nung deutlich weniger Geld vom Freistaat. Lames erteilte deswegen Diskus­sionen zu Steuer­sen­kungen oder anderen Wunsch­pro­jekten eine Absage. Zudem wies er darauf hin, dass für Projekte wie die weitere Rathaus-Sanie­rung, mehrere Schulbau- und Kita-Projekte und selbst für Mehrkosten bei der Kultur­pa­last-Sanie­rung noch keine Gelder einge­plant seien. "Vor dem Hinter­grund des Sanie­rungs­staus bei Schulen, Sport­an­lagen, Straßen, Verwal­tungs­ge­bäuden und anderer Infra­struktur sowie der vorhan­denen Risiken im Doppel­haus­halt 2017/18 haben wir keinen Spiel­raum für Mehraus­gaben. Wir müssen sorgfältig entscheiden, damit auch in den kommenden Jahren unsere Handlungs­fä­hig­keit erhalten bleibt", so Lames.Er betonte aber auch, dass Dresden vom positiven bundes­weiten Trend in der Wirtschaft und auf dem Arbeits­markt profi­tiert.