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Stefan Kutschke verlässt Dynamo

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Stefan Kutschke verlässt Dynamo. Der Top-Torjäger der SGD in der abgelau­fenen Zweit­li­ga­saison hat Sport­ge­schäfts­führer Ralf Minge in einem persön­li­chen Gespräch darüber infor­miert, dass er in der neuen Saison nicht mehr für die Schwarz-Gelben spielen wird. Beide Seiten konnten sich trotz offenen und fairen Gesprä­chen nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Dynamo hatte dem gebür­tigen Dresdner eine langfris­tige Perspek­tive auch über seine Karriere hinaus geboten. Kutschke kehrt damit zumin­dest vorerst zum 1. FC Nürnberg zurück. Von den Franken war der 28-Jährige die letzten andert­halb Jahre ausge­liehen.Ralf Minge: "Stefan hat Dynamo Dresden in den letzten andert­halb Jahren mit jeder Faser gelebt und sowohl sport­lich als auch mensch­lich unheim­lich viel einge­zahlt. Wir haben Stefan eine länger­fris­tige Perspek­tive auch über seine aktive Laufbahn hinaus aufge­zeigt. Aber es war auch klar, dass eine Verpflich­tung nach seinen überra­genden Leistungen im vergan­genen Jahr kein einfa­ches Unter­fangen wird. Stefan hat sich uns gegen­über zu jeder Zeit offen und ehrlich verhalten und glaub­haft signa­li­siert, dass er sich eine Zukunft in Dresden vorstellen könnte. Aber wir müssen auch respek­tieren, dass es für ihn vielleicht um seinen letzten großen Vertrag als Profi geht. Stefan hat die Sport­ge­mein­schaft auf dem Rasen und abseits des Platzes immer vorbild­lich vertreten und zu 100 Prozent gelebt. Dafür möchte ich ihm im Namen des Vereins danken. Ein Danke­schön geht auch nach Nürnberg, dass diese wertvolle Leihe über andert­halb Jahre möglich gemacht wurde. Stefan ist und bleibt ein Dresdner Junge, der in seiner Stadt und bei uns im Verein immer willkommen sein wird. Für seinen weiteren Weg wünschen wir ihm von Herzen alles Gute."Stefan Kutschke: "Ich habe in Dresden eine Zeit erleben dürfen, die sich mit Worten schwer beschreiben lässt. Für mich ist ein Herzens­wunsch in Erfül­lung gegangen, für Dynamo zu spielen. Zu Beginn und dann auch mit der Rückkehr in die 2. Liga war der Druck für mich persön­lich sehr hoch, ich habe mich enorm in der Pflicht gesehen. Umso glück­li­cher bin ich, dass ich mit dieser geilen Mannschaft so viele einzig­ar­tige Momente erleben durfte. Der Aufstieg, ein unver­gess­li­cher Sieg im Pokal, Wahnsinns­spiele in der 2. Bundes­liga, unglaub­liche Choreo­gra­fien und am Ende als Aufsteiger ein überra­gender fünfter Platz. Meine Familie und viele Freunde sind in Dresden zuhause, hier liegen meine Wurzeln. Aber schluss­end­lich galt es, alle Inter­essen unter einen Hut zu bekommen, was trotz offener und fairer Gespräche leider nicht gelungen ist. Ich habe Verständnis dafür, dass das bei vielen Fans für Enttäu­schung sorgen wird. Ich bin den Menschen dankbar, die Dynamo Woche für Woche unter­stützen. Sie haben mir ganz persön­lich die inten­sivste und schönste Zeit in meiner bishe­rigen Laufbahn als Fußballer beschert. Bedanken möchte ich mich auch bei der gesamten Mannschaft und insbe­son­dere bei Ralf Minge und Uwe Neuhaus, die mich nach Dresden geholt und immer voll unter­stützt haben. Nicht zuletzt gilt mein Dank auch allen Mitar­bei­tern, die im Hinter­grund tagtäg­lich mit Leiden­schaft für diesen Verein arbeiten. Ich bin Dresdner und werde Dynamo auch als Fan immer verbunden bleiben."