- Schwimmhalle Klotzsche im Keller unter dem Beckenunterboden
Statikprüfung: Schwimmhalle Klotzsche wird angebohrt
Mit Bohrer, Radar- und Ultraschallgerät nehmen Experten die 90 Jahre alte Schwimmhalle in Dresden Klotzsche unter die Lupe. Aus dem Beton werden mehrere Materialproben entnommen, die Aufschluss über den Zustand des Beckens geben sollen.
Die Bohrkerne ergeben ein rundes Stück Material mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern. Es wird zur weiteren Analyse in die Labore der Bauhaus-Universität Weimar verschickt wie die anderen bis zu zehn Zentimeter großen Bohrkerne. So entstehen insgesamt elf Löcher, welche aber alle anschließend wieder fachgerecht verschlossen werden.
Kann die Schwimmhalle gerettet werden?
Viele Einzelaufnahmen verschaffen der Dresdner Bäder GmbH am Ende ein Gesamtbild - denn originale Bauunterlagen der Halle gibt es keine mehr. Bis Mitte August sollen die Ergebnisse vorliegen. Im schlimmsten Fall bleibt das Wasser abgelassen und das Bad für immer geschlossen.
Aufgrund des Denkmalschutzstatus sind an den Beckenfliesen keine Bohrungen erlaubt. Umso beeindruckender ist es, dass die gelben Originalfliesen, abgesehen von einem nachgebesserten Bereich mit blauen Fliesen, nach wie vor im Schwimmbecken kleben und
von außen betrachtet noch einen guten Eindruck vermitteln. Nach heutigen Maßstäben ist eine Schwimmhalle nach rund 20 Jahren sanierungsbedürftig. Diese Zeit hat das Klotzscher Objekt mehr als vervierfacht.
Nun scheint ihre Zeit aber gekommen. Die Hinweise auf eine nachhaltige Schädigung der inneren, nicht sichtbaren Bausubstanz, beispielsweise durch Korrosion in der Stahl-Bewehrung sowie Riss- und Stalaktiten-Bildung am Beton, haben sich in den vergangenen Jahren gehäuft.



