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Stasi-Gedenkstätte Bautzner Straße erweitert

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Die Dresdner Stasi-Gedenk­stätte wirft künftig ein größeres Licht auf die Opfer und Täter. In der erwei­terten Dauer­aus­stel­lung kommen ab Freitag auch Familien und Freunde ehema­liger Häftlinge zu Wort. "Im Fokus stehen die Auswir­kungen der Haft", wie ein Sprecher der Einrich­tung sagte. Im ehema­ligen sowje­ti­schen Haftkeller geben von Schülern gesam­melte Dokumente Auskunft über das Schicksal politi­scher Gefan­gener, die zwischen 1945 und 1954 meist wegen Wider­stands gegen die Besat­zungs­macht in den Zellen saßen. Mit der Sanie­rung eines früheren Verwal­tungs­ge­bäudes hat sich die Präsen­ta­ti­ons­fläche im einstigen Areal der DDR-Staats­si­cher­heit auf 3220 Quadrat­meter verdop­pelt. Dafür wurden in knapp zwei Jahren rund 2,4 Millionen Euro inves­tiert. Die erwei­terte Gedenk­stätte will damit auch aus dem Schatten der anderen Sehens­wür­dig­keiten der Stadt treten und vor allem mehr Schüler sowie Touristen anlocken. Die können neben der früheren Unter­su­chungs­haft­an­stalt nun auch den origi­nal­ge­treu sanierten und einge­rich­teten Festsaal und das Büro des letzten Stasi-Bezirks­chefs besich­tigen. Der Raum war ursprüng­lich in einem anderen Haus unter­ge­bracht und wurde mit den Origi­nal­mö­beln aus den Werkstätten Hellerau in neuem Domizil wieder aufge­baut. Zu sehen sind Regale, Schränke, Tische und Stühle aus DDR-Zeiten.