Start für zweite Schicht in der Gläsernen Manufaktur
Die Gläserne Manufaktur in Dresden produziert ab sofort wieder in zwei Schichten. Am Montagnachmittag erfolgte die symbolische Freigabe der zweiten e-Golf Produktionsschicht. Mit dabei Ministerpräsisdent Kretschmer, Wirtschaftsminister Dulig und Oberbürgermeister Hilbert.
Statt bisher 36 laufen dann bis zu 72 e-Golfs am Tag vom Band. Die Produktion wird nun schrittweise nach oben gefahren, Mitte April sollen es dann über 70 Fahrzeuge am Tag sein. Die Lichter in der Manufaktur brennen damit nun wieder von 06 bis 22:00 Uhr. Etwa 230 Mitarbeiter, die nach dem Ende der Phaetonproduktion nach Zwickau und Chemnitz pendeln mussten, können nun wieder zurück nach Dresden. VW-Sprecher Carsten Krebs: "Im Zuge der Produktionsausweitung wird ein Großteil der Fertigungsmitarbeiter, die bislang zumeist am benachbarten Produktionsstandort in Zwickau und Chemnitz eingesetzt waren, wieder am Standort in Dresden tätig sein."
Neu für Besucher: "Langer Donnerstag"Hinzu kommt ein neues Angebot für die Besucher: ab sofort wird ein „Langer Donnerstag“ eingeführt, Führungen durch die Gläserne Manufaktur werden dann auch in den Abendstunden angeboten. In den kommenden Wochen plant die Gläserne Manufaktur eine weitere Ausweitung ihrer Öffnungszeiten, teilte ein Sprecher mit.
"Guter Tag für Mitarbeiter von VW"
Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte: „Das ist ein guter Tag für die Mitarbeiter von Volkswagen und das Autoland Sachsen. Wir sind für die Elektromobilität und für intelligente Verkehrssysteme gut aufgestellt. Die Gläserne Manufaktur in Dresden zeigt das heute auf eindrucksvolle Weise. Der Freistaat wird diese Entwicklung zu mehr Elektromobilität auch weiterhin unterstützen. Schließlich gibt es für den Wirtschaftsstandort Sachsen gerade in diesem Bereich große Chancen.“
„Die steigende Nachfrage nach dem e-Golf und die Verdopplung der Produktion in Dresden beweisen, dass Volkswagen in Sachsen auf dem richtigen Weg ist“, erklärte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. Und Oberbürgermeister Dirk Hilbert teilte mit: „Im Rahmen unserer Kooperation gestalten wir in Dresden die Mobilität von morgen. Ein Schwerpunkt ist das Thema Elektromobilität. Die steigende Nachfrage nach E-Fahrzeugen zeigt, dass unsere gemeinsame Strategie richtig ist. Um diese Entwicklung weiter zu begünstigen, investiert die Landeshauptstadt Dresden aktuell in den Aufbau einer stadtweiten Schnellladeinfrastruktur. “
Manufaktur-Betriebsratsvorsitzender Thomas Aehlig sagte: „Der Start in das Zweischichtsystem ist auch das Verhandlungsergebnis mit dem Management im letzten Jahr. Zudem haben wir die Zusicherung einer nachhaltigen Auslastung des Standorts über den aktuellen e-Golf hinaus erreicht. Dadurch können fast alle Mitarbeiter wieder am Standort Dresden eingesetzt werden. Allen anderen wurde die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung an anderen VW-Standorten angeboten.“
Ein Hauptgrund für die Produktionssteigerung ist die Umweltprämie bei der Anschaffung eines effizienteren Neu- oder Jahreswagens. Bisher haben bereits mehr als 100.000 VW-Kunden davon Gebrauch gemacht, teilte das Unternehmen mit. Zudem war der e-Golf 2017 in Norwegen das meistverkaufte Fahrzeug. Im "Elektroauto-Musterland" Norwegen belief sich der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge 2017 auf mehr als 50 Prozent.