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Starker Anstieg der Unfälle mit Radfahrern - Dresdner Polizei startet Kampagne für mehr Rücksicht

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Die Dresdner Polizei will die Verkehrssicherheit für Radfahrer erhöhen. Derzeit werden mehrere Einsätze der Vekehrspolizei vorbereitet, teilte ein Sprecher mit.

Ab Mitte Juni soll die Kampagne "Respekt durch Rücksicht" starten. Dabei wollen Beamte nicht nur an Unfallschwerpunkten kontrollieren. Vielmehr können die Dresdner selbst Vorschläge machen, wo kontrolliert werden soll. Hier geht es zum Portal. Bis 15 Uhr ist bereits die 200. Meldung im Beteiligungsportal eingegangen, meldet die Polizei. Die Nutzer wünschen sich demnach vor allem mehr Kontrollen beim Seitenabstand und Rotlicht/Grünpfeil.

Hintergrund für die Kampagne sind die massiv gestiegen Unfallzahlen mit Radfahrern. Im vergangenen Jahr gab es ein Plus von zehn Prozent auf 1560 - in zwei Dritteln der Fälle konnten die Radfahrer nichts dafür.

Tödlicher Unfall in der Neustadt am Donnerstag

Erst Donnerstagnachmittag ist ein Radfahrer auf der Stauffenbergallee in Höhe Rudolf-Leonhard-Straße durch einen LKW-Unfall tödlich verletzt worden. Die Kreuzung gilt als Unfallhäufungsstelle, teilte die Polizei auf unsere Anfrage mit, im vergangenen Jahr ist dort ein Radfahrer angefahren und verletzt worden. Anlieger forderten bereits mehrfach mehr Sicherheit und eine Ampel. Auch der ADFC sprach sich für mehr Sicherheit aus.

Die Initiative "Critical Mass" will um 16:30 Uhr am Unfallort ein weißes Ghost-Bike aufstellen, um an den getöteten Radfahrer zu erinnern.

Zeugenaufruf zu Unfall auf Stauffenbergallee

Die Dresdner Polizei veröffentlichte zu dem Unfall am Freitag nochmals einen Zeugenaufruf, da der genaue Hergang weiterhin nicht geklärt ist. So wollen die Beamten wissen, wo genau der Radfahrer unterwegs war und ob der LKW anfuhr oder durchfuhr. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können.

Hinweise an (0351) 483 22 33