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Stadtrat stimmt für Kurtaxe

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Der Stadtrat hat am Donners­tag­nach­mittag mehrere umstrit­tene Themen auf der Tages­ord­nung. Themen sind u. a. die Kosten­ex­plo­sion bei der Rathaus­sa­nie­rung, die Einfüh­rung der Kurtaxe und die Sanie­rung der Königs­brü­cker Straße.Kurtaxe ab Februar 2014 kann kommenZunächst wurde die Debatte zur Kurtaxe eröffnet. FDP und Bürger­frak­tion lehnen die neue Abgabe als "bürokra­ti­sches Monster" ab. Es seien genügend Steuer­mittel vorhanden. CDU, SPD und Grüne hatten sich im Vorfeld auf die Kurtaxe verstän­digt. Auch die Linke unter­stützt die Abgabe zwar prinzi­piell, weist aber auf recht­liche Risiken hin. Die Grünen glauben nicht, dass Touristen durch die Abgabe vergrault würden. Touristen sollen ab Februar 2014 pro Übernach­tung 1,30 Euro zahlen. Dies sei sehr moderat, so CDU-Chef Georg Böhme-Korn. Die Stadt hofft auf Einnahmen von bis zu fünf Millionen Euro pro Jahr. Vor dem Kultur­rat­haus protes­tieren Mitglieder der FDP gegen die neue Abgabe. Bereits jetzt wird mit Klagen gegen die entspre­chende Satzung gerechnet. Der Stadtrat stimmte mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen am Abend für die Einfüh­rung der Kurtaxe.Einwoh­ner­ver­samm­lung zu Sanie­rung der Königs­brü­ckerZweites großes Thema im Stadtrat war die Sanie­rung der Königs­brü­cker Straße. In der Variante sieben sollen zwei Fahrspuren entstehen, zudem sind die Straßen­bahn­gleise befahrbar. An den großen Kreuzungen sollen eigene Links­ab­bie­ger­spuren einge­richtet werden. Der Stadtrat stimmte dafür, das Thema auf Januar zu vertagen. Vorher sollen die Anwohner bei einer Einwohn­ver­samm­lung gehört werden. Wie Baubür­ger­meister Jörn Marx unserem Sender sagte, könne die Sanie­rung frühes­tens 2017 losgehen. Kosten: über 32 Millionen Euro.Zum Auftakt Bürger­fra­ge­rundeZum Auftakt der Sitzung konnten Bürger ihre Fragen an die Stadt­ver­wal­tung stellen. Kriti­siert wurde dabei die unzurei­chende Pflege von Grünan­lagen in Dresden. Eltern fragten zudem nach der Bereit­stel­lung von Geldern für die Sanie­rung des Gymna­siums Dreikö­nigs­kirche. Vor 2017 wird es dafür kein Geld geben, so die Auskunft der Stadt. Nachge­fragt wurde auch zur Polizei­ver­ord­nung in der Neustadt: ab 22 Uhr ist der Alkohol­ver­kauf in Spätshops an Wochen­enden verboten. Diese Regelung werde nicht aufge­hoben, so Ordnungs­bür­ger­meister Sittel.