Stadtrat segnet weiteren Nachschlag für „Kulti“ ab
Der Stadtrat hat einen Nachtrag in Höhe von knapp vier Millionen Euro für den Kulturpalast genehmigt. Mit dem Darlehen soll die pünktliche Fertigstellung des Umbaus gesichert werden. In den vergangenen Monaten hatte sich herausgestellt, dass der Umbau teurer wird als ursprünglich angenommen. Nach Schätzungen wird der „Kulti“ etwas mehr als 100 Millionen Euro kosten. In knapp zwei Wochen soll der neue Konzertsaal feierlich eingeweiht werden.Vier neue Schulturnhallen können gebaut werdenAußerdem hat der Stadtrat den Neubau von vier Schulturnhallen beschlossen. Das wird möglich, weil der Freistaat kurzfristig Fördermittel zur Verfügung stellt. Nutznießer sind die 10. Grundschule in der Seevorstadt, die 95. Grundschule in Laubegast und die 47. Grundschule in Strehlen sowie die 30. Oberschule in der Neustadt. Kritik gibt es allerdings an den Plänen für Laubegast. Der Neubau ist langfristig zu klein für die vierzügige Grundschule an der Donathstraße.Sportkletterer sollen gefördert werdenDie Stadt Dresden soll Sportkletterer bei ihrer Olympia-Teilnahme in drei Jahren in Tokio fördern. Das hat der Stadtrat beschlossen. Insgesamt sollen die Kletterer jährlich mit 35 000 Euro unterstützt werden. Das Geld soll unter anderem für eine Regionaltrainerstelle verwendet werden. Sportklettern ist bei den Spielen 2020 erstmals im olympischen Programm.Hitzige Debatte zu Neubauten in Pirnaischer VorstadtAn der Seidnitzer Straße werden neue Häuser in ein vorhandenes Wohngebiet gebaut. In den Innenhöfen in der Pirnaischen Vorstadt sollen fünf diamantförmige Häuser mit insgesamt 100 neuen Wohnungen entstehen. Der Stadtrat stellte an Vonovia jedoch einige Forderungen. So soll ein Mediator zwischen dem Investor und den angestammten Mieter in den Bauten aus den fünfziger Jahren vermitteln. Außerdem sollen zum Beispiel wertvolle Bäume geschützt werden. Die Mieter in dem betroffenen Gebiet laufen gegen die Baupläne von Vonovia Sturm. Sie befürchten, künftig weniger Licht und Luft in ihren Wohnungen zu haben.Während der Debatte kam es zu hitzigen Auseinandersetzungen - auch innerhalb der rot-grün-roten Kooperation. Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi warf den Linken Populismus vor. Man streue den Bürgern Sand in die Augen, wenn man so tue, als ob ein Bebauungsplan das Vorhaben von Vonovia verhindern würde. Der Invester kann anfangen, zu bauen.