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Stadtrat für schnellere Sanierung der Albertbrücke

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Der Stadtrat hat am Donners­tag­nach­mittag die schnelle Sanie­rung der Albert­brücke auf den Weg gebracht. Dazu wurde zum Auftakt der 60. Stadt­rats­sit­zung das Thema in einer aktuelle Stunde disku­tiert. Die Fraktionen stimmten mit Ausnahme der FDP für die Sanie­rung der Brücke mit einer Vollsper­rung für Autos.Orosz für schnelle Sanie­rungOberbür­ger­meis­terin Orosz betonte zum Auftakt, sie hoffe auf ein klares Votum zur Albert­brücke. Dann sollen schnellst­mög­lich die Förder­un­ter­lagen zur Sanie­rung der Brücke beantragt werden. Man wolle die maximal mögliche Förde­rung von 90% beantragen.Weitere Siche­rungs­maß­nahmen notwendigVier Punkte müssen aufgrund des maroden Zustands der Brücke umgesetzt werden, so Orosz. Es gilt bereits ein Tempo 10 Limit für Straßen­bahnen, zudem sind die Fahrbahnen verengt worden. Geplant ist jetzt noch der Bau einer Überda­chung, um Radfahrer vor herab­fal­lenden Steinen zu schützen. Zudem müsse ein Havarie­kon­zept für die Schiff­fahrt erarbeitet werden, so Orosz.Kontro­verse Diskus­sionDie Räte haben das monate­lange gezerre um die Brücke in einer aktuellen Stunde nochmals kontro­vers disku­tiert. Die CDU begrün­dete ihre Kehrt­wende mit der neuen Lage an der Brücke. FDP-Chef Holger Zastrow sprach dagegen davon, dass nun der schlimmste Fall eintritt: die Vollsper­rung für Autos. Bereits am 1. Mai 2007 sei erstmals ein Stein von der Brücke auf die Elbwiesen gestürzt. Zastrow warf SPD und Grünen vor, sie wollten den Indivi­du­al­ver­kehr behin­dern. Chris­toph Hille von der Bürger­frak­tion sprach von einem "bizarren Schau­spiel". Tilo Wirtz von der Linken zeigte im Rat zahlreiche Fotos, die den maroden Zustand der Brücke dokumen­tieren. So gibt es Frost­schäden, Gesims­teile sind herab­ge­stürzt. Die Fahrbahn hat sich abgesenkt, die Entwäs­se­rung sei kaputt, Gelände sind unsicher, die Straßen­bahn­gleise beschä­digt, so Wirtz.Mehr E-Tankstellen und CarSha­ring-Stell­flä­chen für DresdenDresden soll künftig mehr Elektro­tank­stellen und Parkplätze für CarSha­ring schaffen. Dafür gab es eine breite Mehrheit im Stadtrat. Damit soll der Verkehr in der Innen­stadt künftig reduziert und die Luftqua­lität verbes­sert werden. Beim CarSha­ring gebe es ein jährli­ches Wachstum von 20%. Durch jedes Teil-Auto würden durch­schnitt­lich 10 Fahrzeuge in der Stadt überflüssig, hieß es zur Begrün­dung.Erfolg von Einge­mein­dungen soll überprüft werdenDer Stadtrat stimmte am Donners­tag­abend zudem für eine Überprü­fung der Einge­mein­dungen. Dabei soll geklärt werden, wie Zufrieden die Anwohner in Ortsteilen wie Cosse­baude oder Weixdort mit der Einge­mein­dung sind. Ein Zwischen­be­richt dazu soll Mitte 2014 vorliegen.Diskus­sion um Hotel Stadt Rom vertagtDer histo­ri­sche Wieder­aufbau des Hotels Stadt Rom auf dem Neumarkt wurde vertagt. Es gebe noch Diskus­si­ons­be­darf inner­halb der Fraktionen, hieß es. Umstritten ist, an welchem Standort das Gebäude wieder aufge­baut werden soll.

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