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Stadtrat: Einstimmiger Beschluss für Rückkauf der letzten DREWAG-Anteile

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Die DREWAG soll bald wieder komplett der Stadt Dresden gehören. Einstimmig hat der Stadtrat am Donnerstagabend zugestimmt, dass auch die restlichen 10 Prozent, die derzeit noch der Gesellschaft Thüga in München gehören, zurückgekauft werden sollen.

Bis Ende des Monats hat die Stadt eine Rückkauf-Option. Finanzbürgermeister Peter Lames sagte uns, dass allerdings noch nicht feststeht, wie viel Dresden dafür zahlen muss. Auch kann es durchaus 20 Jahre oder länger dauern, bis gewünschte Effekte eintreten.

Die Stadt möchte die Anteile zurück, da die hier ansässigen Unternehmen DREWAG und ENSO fusionieren sollen. Dies lässt sich besser umsetzen, wenn die DREWAG komplett der Stadt gehört. Im vergangenen Jahr hatte die Thüga knapp 8 Millionen Euro aus den Gewinnen der DREWAG bekommen.

Alkoholverbot beschlossen:

Am Kriminaltätsschwerpunkt Amalie-Dietrich-Platz in Gorbitz wird es ein Alkoholverbot geben. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend abgesegnet. Kritisiert wurde zum Beispiel von der SPD, dass somit das Problem nur an andere Orte in der Stadt verlagert wird. Holger Zastrow von der FDP sagte uns, dass es eine der letzten Möglichkeiten ist, das Problem dort in den Griff zu bekommen. Zudem wurde Oberbürgermeister Dirk Hilbert beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, wie der Amalie-Dietrich-Platz aufgewertet werden kann und die Suchtprävention und die Straßensozialarbeit ausgebaut werden können.

Weitere Themen auf Stadtratssitzung am 7. Juni:

Der mögliche Wiederaufbau des Hotels "Stadt Rom" am Neumarkt steht auf der Tagesordnung. Die CDU hat einen entsprechenden Antrag eingebracht. Außerdem soll es im Stadtrat um den Streit beim Umbau des Zelleschen Weges gehen. Bereits 2016 war beschlossen worden, dass mit dem Bau der neuen Straßenbahnlinie dort jeweils eine Autospur wegfallen soll und dafür die Rad- und Fußwege breiter werden sollen. Unter anderem CDU und FDP wollen das wieder ändern und die Autospuren erhalten. Trotzdem soll es genügend Platz für Radfahrer geben. Zudem soll Oberbürgermeister Dirk Hilbert beauftragt werden ein Konzept zu erarbeiten, wie der Fernsehturm verkehrstechnisch gut erreicht werden kann.Es tagt allerdings erneut der 2014 gewählte Stadtrat.  Der neue trifft sich erst im September.