Stadt warnt vor Hochwasser an der Elbe - erste Fähre außer Betrieb
Die Stadt warnt vor Hochwasser an der Elbe. Nach der derzeitigen Vorhersage des Landeshochwasserzentrums Sachsen soll der Pegel an der Augustusbrücke in den kommenden Tagen steigen. Voraussichtlich in der Nacht zum Samstag soll der Richtwert für die Alarmstufe 1 – also 400 Zentimeter – erreicht werden.
Das Straßen und Tiefbauamt trifft deshalb Vorsorgemaßnahmen. Hochwasserabsperrmaterial wurde vor Ort gebracht. Je nach Wasser-Pegel folgen dann weitere Maßnahmen: Ab einer Höhe von 3,50 Metern wird der Radweges in Niederwartha (Lotzebachbrücke) gesperrt. Ab 3,70 Metern folgt die Absperrung des linksseitigen Elbradwegs in Höhe des Schillergartens (Senke). Bei 3,80 Metern müsste eine Brückensperrung in Höhe Friedrich-Wieck-Straße, unterhalb Körnergarten, durchgeführt werden. Bei einem Pegelstand ab etwa 3,90 Metern würden weitere Absperrungen notwendig.
Die Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauamtes werden ab Freitag und über das kommende Wochenende die Absperrungen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf weitere Sperrungen umsetzen.
Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe haben erste Konsequenzen aus dem steigenden Wasser gezogen. Die Fährverbindung zwischen Johannstadt und Neustadt wurde vorübergehend eingestellt. Bis voraussichtlich nächste Woche muss die Fähre „Johanna“ nun pausieren. Sie wird am Altstädter Ufer vertäut. Der Anleger in der Neustadt wird per Kran abgebaut und weiter oben am Ufer gesichert.
An der Fährstelle Kleinzschachwitz ist ab sofort nur noch die Autofähre im Einsatz. Die Personenfähre, die abends normalerweise ab 21:30 Uhr und am Wochenende früh in Betrieb war, ist wegen des Hochwassers nicht zugänglich. Diesen Job übernimmt jetzt die Autofähre mit. Sie ist täglich von 5:30 Uhr bis Mitternacht im Einsatz.
Auch in Pirna gibt es erste Einschränkungen durch das Hochwasser. Der untere Teil des Elbeparkplatzes und der Kreisverkehr sind bis auf weiteres gesperrt. Die Einfahrt über die Brückenstraße in die Altstadt ist derzeit auch nicht mehr möglich. Schon auf der Stadtbrücke werden die Autofahrer durch Hinweisschilder auf die Situation aufmerksam gemacht.