Stadt stellt Radverkehrsbauvorhaben 2021/22 vor
Die Stadt hat am Mittwoch die Radverkehrsbauvorhaben für dieses und das kommende Jahr vorgestellt. Über 125 Maßnahmen sind derzeit in Planung und sollen in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden. Rund 44,6 Millionen Euro sollen dafür Investiert werden. Hier finden Sie alle Informationen, welche Projekte das beinhaltet.
Bereits 2020 abgeschlossene Projekte
Im vergangenen Jahr konnten bereits einige Projekte rund um die Radwege und Radinfrastruktur in der Stadt umgesetzt werden. Größtenteils fokussieren sich die Vorhaben dabei auf das Anlegen von Schutz- und Fahrradstreifen, die Verbesserung der Oberflächen auf den Straßen und Radwegen und auf die Verbesserung von Knotenpunkten. So wurde beispielsweise der Körnerweg auf dem Elberadweg auf einer Länge von 600 Metern ertüchtigt. Die Asphaltdecke wurde hier erneuert. Rund 60.000 Euro hat das Bauvorhaben gekostet.
Auch auf der Albertstraße ist einiges passiert. So wurde eine Fahrradstreifen auf einer Länge von 700 Metern errichtet. Rund 500.000 Euro hat der Bau gekostet.
Des Weiteren wurden zur Verbesserung der Verkehrssicherheit Radfurten Erhöht und Rotmarkierungen auf den Wegen und Straßen angebracht. Das geschah 2020 beispielsweise auf der Fetscherstraße am Knotenpunkt Fetscherplatz, auf der Bergmannstraße / SchandauerStraße, auf dem Sachsenplatz/Käthe-Kollwitz-Ufer oder an der Zufahrt von der OederanerStraße (Süd) auf die NossenerBrücke.
Damit die Dresdner ihre Räder in der Stadt auch sicher und ordentlich abstellen können, wurden insgesamt 236 Fahrradabstellanlagen in der Stadt gebaut. Dazu zählen unter anderem Standorte an der Messe, der Bürgerstraße, der Hafenstraße/Ludwigstraße oder der Fetscherstraße.
Projekte die aktuell in Bau sind
In diesem Jahr sollen noch einige Bauvorhaben umgesetzt und fertig gestellt werden. Dazu zählt unter anderem die Verbesserung der Oberfläche auf der Sophienstraße. Hier sollen Radfahrer künftig besser fahren können. Im Zusammenhang mit der Gleiserneuerung der DVB auf der Sophienstraße soll außerdem auch die Barrierefreiheit gewährleistet werden. Kostenpunkt dafür liegt bei rund 500.000 Euro.
Ebenfalls in Bau befindet sich eine Radstreifen auf der Augustusbrücke. Eben aber denkmalgerecht soll die Oberfläche bis Ende des Jahres gestaltet werden. Auch die Oberfläche auf der Kölner Straße/ Altnaußlitz soll verbessert werden.
Auf der Bautzener Straße und der Meißner Straße sollen mehrere Maßnahmen umgesetzt werden. Beispielsweise sollen Radstreifen oder Querungshilfen entstehen.
Kriterien und Priorisierungen für die Vorhaben 2021 hat die Stadt ebenfalls aufgestellt. Zunächst Konzentriere man sich auf die Umsetzung und Planung zusammenhängender Radverkehrsnetze- und Wege, den sogenannten Radvorrangrouten. Danach sollen Problemstellen und Netzlücken beseitigt werden. Als dritten Punkt will die Stadt die Radverkehrsführung auf den Hauptverkehrsstraßen verbessern und zum Schloss arbeite man an den Radschnellverbindungen.
Radvorrangrouten
Bei den Bauvorhaben rund um Radwege und das Radnetzt steht bei der Stadt vor allem die Planung und Umsetzung zusammenhängender Radverkehrsnetze im Fokus. Diese gelten als Radvorrangrouten. Zum Einen soll es die Radvorrangroute Ost geben. Sie führt vom Stadtzentrum über Striesen, den Schulcampus Tolkewitz mit Anbindung an Elberadweg in Laubegast. Ab 2022 soll diese Route umgesetzt werden.
Außerdem sollen bereits in diesem Jahr drei weitere Routen geplant und umgesetzt werden. Die erste Route ist der Netkorridor Nord vom Stadtzentrum über die Neustadt bis hin nach Klotzsche. Die zweite Radvorrangroute führt vom Stadtzentrum in die Südvorstadt nach Plauen und Coschütz - der Netzkorridor Süd. Die letzte Route ist der Netzkorridor West. Dieser führt vom Stadtzentrum nach Cotta und den nordwestlichen 26er Ring.

Beiseitigung von Problemstellen und Netzlücken 2021
Die Stadt plant noch in diesem Jahr einige Problemstellen und Netzlücken in Dresden zu beseitigen. Dazu zählt beispielsweise der Dippoldiswalder Platz mit der Verbindung zwischen Marienstraße und Reitbahnstraße. Zwischen der Fabrikstraße und der Oederaner Straße soll eine Querverbindung geschaffen werden. Diese befindet sich bereits in der Vorbereitung. Auch in der Winterbergstraße / an der Pikardie soll die Zufahrt zum Großen Garten Verbessert werden. Wie Simone Prüfer erklärte stehen hier jedoch noch einige Klärungen mit dem Denkmalschutz aus. Vorgesehen ist jedoch ein Radweg mittig auf der Winterbergstraße. Man rechne mit Kosten von 260.000 Euro. Außerdem stehen verschiedene Rotmarkierungsarbeiten an Radfurten auf dem Plan der Stadt.
Beiseitigung von Problemstellen und Netzlücken 2022
Die Stadt plant bereits die Beseitigung von Problemstellen im kommenden Jahr. Oberste Priorität hat dabei der Fetscherplatz. Mit einer Verbindung von der Striesener Straße zur Borsbergstraße. Auch der Elbradweg recht zwischen Altwachwitz und der Fähre. Weitere Projekte 2022 sind unter anderem die Verbesserung der Oberflächen am Stresemannplatz, der Reitzendorfer Straße und der Ockerwitzer Straße. Des Weiteren sollen auch im kommenden Jahr mehr Radfurten auf der Straße mit Roter Farbe markiert werden.
Verbesserung der Radverkehrsführung auf Hauptverkehrsstraßen
Die Stadt hat in den Bauvorhaben in den kommenden beiden Jahren auch die Verbesserung der Verkehrsführung auf den Hauptverkehrsstraßen vorgesehen. Einige Projekte sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden. So soll am Terassenufer ein einseitiger Schutzstreifen zwischen dem Theaterplatz und der Steinstraße entstehen. Auch auf der Radeburgerstraße zwischen der Ludwig-Kossuth-Straße und der A4 soll ein Schutzstreifen gebaut werden. Geplant sind zudem ein Radfahrstreifen auf der Julius-Vahlteich-Straße und markierte Führungen auf Teilabschnitten der Bautzner Straße.
Ab 2022 sollen je nach Planungsfortschritt, Beschlüssen und Genehmigungsverfahren auch Radfahrstreifen stadteinwärts auf der Königsbrücker Straße Nord und ein Ausbau der Seitenräume landeinwärts folgen. Auf der Reicker Straße ist ein Radfahrstreifen geplant, auf der Bautzner Straße/ Landstraße die Fortführung der markierten Führungen und auf der Pfotenhauer Straße soll ein Schutzstreifen entstehen.
Bike and Ride Anlagen
Die Stadt möchte für Radfahrer in der Stadt den Ausbau der Bike and Ride Anlagen vorantreiben. So sollen nicht nur Abstellmöglichkeiten an den S-Bahnstationen errichtet werden, sondern auch an den Stationen der Straßenbahnen und Busse. Dafür plane man die Einteilung aller Haltestellen des ÖPNV je nach Bedarf in fünf Kategorien. Diese reichen von sehr hohem Bedarf bis hin zur Mindestausstattung. Danach soll die jeweilige Ausstattungsqualität festgelegt werden und ein Programm für die nächsten fünf Jahre je nach Dringlichkeit und Verbindung mit anderen Planungen entwickelt werden.
Am Bahnhof Pieschen/ Bahnhof Trauchau soll noch in diesem Jahr durch die Deutsche Bahn einen Bike and Ride Anlage errichtet werden.
Am Hauptbahnhof prüfe man derzeit die Errichtung weiterer 90 Stellplätze. Diese könnten auch unterirdisch errichtet werden. Noch im Jahr 2021 könnten sie gebaut werden.
Am Bahnhof Neustadt wurde eine Machbarkeitsstudie zum Fahrradparkhaus abgeschossen.Die Erarbeitung einer Vorlage ist derzeit in Vorbereitung.
Winterdienst auf Radwegen
Die Stadt plant auch die Verbesserung des Winterdienstes auf den Radwegen. Zum Ende des Jahres und ab dem Winter 2021/22 soll der Winterdienst erweitert werden. Dafür stehen zusätzliche Mittel von 250.000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Mehr Selbständige Radwege, Schutzstreifen und Radfahrstreifen sollen künftig besser mit geräumt werden. Ziel sei es diese ebenso wie die Straßen bereist bis 7:00 Uhr befahrbar zu machen. Dazu sollen künftig zusätzliche Räumvorgänge ausgeschrieben werden.
