Stadt konkretisiert Sanierungspläne für das Blaue Wunder
Die Sanierungspläne am Blauen Wunder sind nun auf dem Tisch - und vor allem Pendler, aber auch Anwohner an Schiller- und Körnerplatz müssen sich mehrere Jahre auf Einschränkungen einstellen. Die Sperrung einer Fahrspur auf der Brücke wird nun vier bis fünf Jahre dauern, teilte Baubürgermeister Raul Schmidt-Lamontain mit. Grund: es muss für die Brückensanierung ein kompliziertes Gerüst aufgestellt werden. Mit Schutzplanen soll verhindert werden, das abgestrahlte Farbpartikel auf Fußgänger, Radfahrer oder Autos herabrieseln. 2019 sollen die Arbeiten beginnen. Die Stadt hoffe darauf, dass Autofahrer morgens im Berufsverkehr andere Routen wählen oder zu anderen Zeiten fahren. 400 Autos müssten wegfallen, die SPD schlägt vor, kostenfreie Bustickets zu verteilen.
Die Stadtverwaltung teilte auf Anfrage im Detail mit:
Die Sperrung wird etwa vier bis fünf Jahre dauern. Wir müssen ein umfangreiches und kompliziertes Gerüst stellen, das eine Fahrspur in Anspruch nimmt. Es wird mit einer Plane überzogen, mit der wir die abgestrahlten Farbpartikel auffangen, damit nichts davon in die Elbe fällt und Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer ebenfalls nicht getroffen werden können. Die abgestrahlten Flächen müssen dann jeweils innerhalb von etwa 14 Tagen gestrichen werden. Sonst würden sie sofort wieder Korrosion ansetzen. Es ist also aufwändiges Verfahren. Der genaue Bauablauf wird erst erarbeitet.
Nach dem ursprünglichen Plan hätten wir dieses Jahr mit den Stahlarbeiten begonnen. Dann hätte es eine Pause gegeben über den Winter. Da alle Angebote überteuert waren, mussten wir diese diese Ausschreibung aufheben. Jetzt prüfen wir, die Stahlarbeiten, das Abstrahlen des alten Korrosionsschutzes und den Auftrag des neuen Farbanstrichs zu kombinieren. Über den gesamten Zeitraum sollen zwei Fahrspuren freigehalten werden. Die Sperrung könnte nur dann verkürzt werden, wenn man eine Sperrung für den Autoverkehr in Kauf nehmen würde. Das wollen wir aber nicht.
Das Hauptproblem fokussiert sich auf eine halbe Stunde am Morgen. Nach den Untersuchungen unserer Verkehrsplaner wird es morgens zwischen 7.15 und 7.45 Uhr eine Verkehrsspitze geben. Etwa 400 Autos wollen in diesem Zeitraum das Blaue Wunder stadteinwärts passieren. Damit müssen wir uns befassen. Das kann man entzerren, wenn die Autofahrer vor oder nach diesem Zeitfenster fahren, oder indem sie alternative Routen wählen. Wir bereiten eine ausführliche Information dazu vor.