++ EIL ++

Stadt hat Anstieg von Ferienwohnungen im Auge

Zuletzt aktualisiert:

Immer mehr Ein- und Zwei-Raumwohnungen in Dresden werden als Ferienwohnungen angeboten und damit zweckentfremdet – vor allem in für Touristen attraktiven Stadtteilen wie der Altstadt und der Neustadt. Das ergab jetzt ein Gutachten der Empirica AG.

Danach stieg die Zahl der Ferienwohnungen der Landeshauptstadt von 2017 bis 2019 um 300. Das ist laut Gutachten ein Anstieg von 50 Prozent. Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann plädiert deshalb für ein Frühwarnsystem. Die Stadt werde ein wachsames Auge auf die mögliche Zweckentfremdung haben. Sollte immer mehr Wohnraum dadurch verloren gehen, wolle man mit der Landesregierung über ein Verbot sprechen, so Kaufmann.

Aktuell haben Städte und Gemeinden in Sachsen keine rechtliche Handhabe.

Ein generelles stadtweites Verbot lehnt Kaufmann aber ab. Der Riegel sollte zunächst in Stadtteilen mit vielen Ferienwohnungen und hohen Mieten vorgeschoben werden.