Stadt Dresden kauft die Robotron-Kantine
Der Dresdner Stadtrat hat den Kauf der denkmalgeschützten Robotronkantine beschlossen. In das bedeutende Gebäude der Ostmoderne wird das Kunsthaus Dresden einziehen. Zudem soll hier auch die Biennale für zeitgenössische Kunst, die Ostrale, ihr Domizil haben.
Dem Beschluss zufolge wird das Grundstück samt Gebäude für 110.000 Euro gekauft und anschließend saniert. Dabei soll auch eine großzügige Spende der Familie Arnhold helfen.
Schon seit 2021 ist die ehemalige Robotron-Kantine ein Ort für Ausstellungen. Aktuell wird dort die Sonderschau „Techno Worlds“ gezeigt.
"Wir freuen uns sehr und danken jetzt vor allem den vielen Menschen, Kultureinrichtungen, Stiftungen, Partnern und Kollegen in der Stadt, die in den vergangenen sechs Jahren dazu beigetragen haben und diese Vision geteilt haben", heißt es vom Kunsthaus-Team.
"Wir danken den Fraktionen im Stadtrat, die sich für diesen Zukunftsbaustein für unsere Stadt ausgesprochen haben, der Stadtverwaltung im Bereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften, unter deren Federführung die Vorlage erarbeitet wurde, dem Geschäftsbereich Kultur und einer Stadtspitze, die gemeinsam Mut für Zukunftsdenken hat, auch in herausfordernden Zeiten."
Freude auch bei der Ostrale: „Wir sind dankbar für Spende und Beschluss und freuen uns, dass der Stadtrat diese einmalige Gelegenheit genutzt hat. Die Bürger und Besucher der Kulturstadt Dresden erhalten damit endlich einen zentral gelegenen, lebendigen Ort für die zeitgenössischen Künste“, so Direktorin Andrea Hilger.
Die Ostrale Biennale 2025, 15. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste, wird vom 7. Juni bis 5. Oktober 2025 schwerpunktmäßig in der provisorisch ertüchtigten robotron-Kantine stattfinden. Die „O23“ hatte hier 29.000 Besucher angezogen, womit die OSTRALE Biennale erstmals wieder das Besucherzahlenniveau früherer Jahre im Ostragehege erreichen konnte.