Staatsschauspiel Dresden kündigt 31 Premieren für neue Spielzeit an
Das Staatsschauspiel Dresden will seinem Publikum in der kommenden Saison 31 Premieren bieten. Darunter befinden sich elf Uraufführungen und eine deutschsprachige Erstaufführung, teilte die Bühne am Mittwoch mit. Intendant Joachim Klement geht davon aus, dass die Corona-Einschränkungen das Theaterleben auf der Bühne und im Zuschauerraum noch einige Monate begleiten werden: „Lassen Sie uns das als eine gemeinsame Herausforderung begreifen, und trotz neuer Abstände eine größere Nähe entwickeln.“ Die neue Spielzeit startet im September.
„Vieles von dem, was wir für die kommende Saison geplant hatten, musste in den letzten Wochen überarbeitet und noch einmal neu gedacht werden“, sagte Klement. Die thematische Bandbreite der Stücke reiche von Thomas Manns „Zauberberg“ über das Familienstück „Der Zauberer von Oz“ bis zur „Konferenz der Abwesenden“ - einer neuen Kooperation mit dem Projekt Rimini Protokoll. Auch eine Bühnenfassung des neuen Romans von Ingo Schulze („Die rechtschaffenen Mörder“) wird geboten. Für Musikfans gibt es eine Inszenierung über den Liedermacher Gerhard Gundermann und das Stück „Alice“ mit Musik von Tom Waits.
„Angesichts der Erfahrungen mit der Corona-Pandemie ist das Leben vieler Menschen mehr noch als bisher geprägt von Unsicherheit und dem Gefühl von Überforderung und Machtlosigkeit. Aber die negative Bestandsaufnahme hilft allein nicht weiter“, erklärte Klement. Die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft hänge davon ab, dass sie sich nicht in ein Schicksal ergibt, sondern Zuversicht bewahrt und an Lösungen erarbeitet. Was man derzeit erlebe, sei kein Schicksal, sondern ein Problem, das es gemeinsam zu bewältigen gilt. (dpa)
