++ EIL ++

Staatsoperette nach Wasserschaden zurück nach Leuben?

Zuletzt aktualisiert:

Der Wasserschaden im neuen Kraftwerk Mitte ist noch höher als befürchtet. So wie es jetzt aussieht, kann die Staatsoperette auch im November nicht öffnen. Das teilten die Verantwortlichen am Donnerstagnachmittag bei einem Vor-Ort-Termin mit. Damit gehen der Spielstätte Einnahmen von rund 380.000 Euro verloren. 26 Vorstellungen müssten abgesagt werden. Am kommenden Montag soll nochmals geprüft werden, wie lange die Bühne der Operette geschlossen bleiben muss. Menschliches Versagen führte zu FlutungAußerdem wurde bekannt, dass die Verschlusskappen der Sprinkleranlage eine halbe Minute offen waren. In dieser Zeit ergossen sich 16.000 Liter Wasser vom Bühnenturm, über Scheinwerfer, Videotechnik auf den Bühnenboden. Auch ein Flügel wurde nass. Als Ursache wurde menschliches Versagen genannt. Eigentlich sollten die Brandmelder für die Bühne des TJG aktiviert werden, dort war das Wasser an der Sprinkleranlage für die Überprüfung abgestellt. Stattdessen wurde allerdings der Alarm und damit die Sprinkleranlage für die Operette aktiviert. Die höhe des Sachschadens kann noch nicht beziffert werden. Axel Walther von der kommunalen KID geht aber davon aus, dass die Versicherungen die Schäden tragen. Gerade in einer neuen Spielstätte sei ein solcher Schaden aber das schlimmste, was man sich vorstellen könne, sagte Walther.Alte Spielstätte in Leuben reaktivieren?Operetten-Intendant Wolfgang Schaller schlug vor, zeitweise an den alten Spielort in Leuben zurückzukehren. Dies müsse man, ebenso wie andere Alternativen, prüfen, sagte Schaller bei uns im Interview. "Natürlich gibt es Zweifel, ob sich der alte Standort nochmals revitalisieren lässt", sagte Schaller, aber prüfen müsse man das.