Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Schwarzarbeit

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Die Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen zwei Serben (28 und 51 Jahre) und einen Bosnier (47 Jahre) zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Dresden. Laut der Staatsanwaltschaft liege den serbischen Beschuldigten u.a. Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 24 Fällen und Computerbetrug in 20 Fällen zur Last. Den Männern wird vorgeworfen, als Geschäftsführer einer Dresdner Baufirma seit dem 1.Januar 2018 Arbeitnehmer beschäftigt und diese Beschäftigung nicht oder nicht in vollem Umfang an die zuständigen Einzugsstellen der Sozialversicherung gemeldet zu haben. Außerdem sollen sie die fälligen Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung, sowie die Sozialkassenbeiträge nicht im geschuldeten Maße abgeführt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem angerichteten Gesamtschaden von ca. zwei Millionen Euro aus.

Dem Bosnier liegt u.a. Beihilfe zum Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in vier Fällen zur Last. Ihm wird vorgeworfen, den beiden serbischen Beschuldigten in vier Fällen Hilfe geleistet zu haben, u.a. indem er dazu beitrug, Schwarzlohnzahlungen in erheblichem Umfang zu verschleiern.

Die beschuldigten Serben befinden sich seit dem 15.09.2020 in Untersuchungshaft.

Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.