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St. Joseph Stift bekommt erstes Dresdner Hospiz

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Das Krankenhaus St. Joseph-Stift erhält das erste stationäre Hospiz in Dresden. Dazu übergaben Gesundheitsministerin Klepsch und Finanzminiser Haß am Freitagmittag einen Förderscheck in Höhe von 444.000 Euro. Der Freistaat unterstützt damit die Errichtung des ersten stationären Hospizes in der Stadt. Es wird 12 Plätze geben, teilte eine Krankenhaussprecherin mit. 2020 ist die Eröffnung geplant.

„Der Umgang mit dem Thema Tod ist für unheilbar kranke Menschen und ihre Angehörigen ungeheuer schwierig. Hospize schenken ihnen in ihren letzten Tagen Geborgenheit und intensive Begleitung“, sagte Gesundheitsministerin Klepsch zur Übergabe. „Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit das Krankenhaus St. Joseph-Stift bei seinem Vorhaben zu fördern“, so die Ministerin weiter.

Finanzminister Dr. Matthias Haß: „Hospize leisten einen enorm wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft. Sie begleiten Menschen bis zum Lebensende medizinisch und vor allem aber menschlich. Das möchten wir nach Kräften unterstützen. Deshalb fördert der Freistaat Sachsen Vorhaben der stationären Hospizversorgung in Dresden, Torgau, Niesky und Bischofswerda allein 2018 mit über 1,6 Millionen Euro.“

Der Neubau erhält den Namen Maria-Merkert-Haus, benannt nach einer der vier Gründerinnen der Schwestern von der heiligen Elisabeth. Es ensteht an der Ecke Wintergartenstraße/ Canalettostraße. Auf einer Nutzfläche von rund 900 m² soll das neue Hospiz ein geschützter, ruhiger Ort sein, der schwerstkranken und sterbenden Menschen für die letzte Lebensphase ein Gefühl von Heimat gibt und ein Abschiednehmen in Würde ermöglicht. Auf Wunsch sollen Angehörige die Möglichkeit haben, in einem Gästebett im Zimmer der Bewohner zu übernachten.

In den weiteren Etagen des Neubaus Maria-Merkert-Haus stehen Mietflächen zur Verfügung. Das Erdgeschoss ist als Ladenpassage mit großen Fenstern konzipiert. Unter anderem sollen dort ein Café, ein Sanitätshaus und weitere Läden untergebracht sein. Das erste bis dritte Obergeschoss ist vorrangig für die Vermietung an niedergelassene Ärzte vorgesehen. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage geplant. Die Gesamtkosten für das Hospiz belaufen sich auf insgesamt 2,74 Millionen Euro.