Sprit-Engpass an einigen Tankstellen nach Raffinerie-Brand
Nach dem Brand in der Raffinerie in Leuna gibt es nun auch in Sachsen an ersten Tankstellen Engpässe. Wie eine Konzernsprecherin von Tamoil auf unsere Anfrage bestätigte, sind einige HEM-Tankstellen in Sachsen betroffen, an denen Benzin- und Diesel-Kraftstoff ausgegangen ist. Zuerst hatte die MZ berichtet.Eine Stichprobe bei Tankstellen in Dresden, Leipzig, Altmittweida, Doberschütz und Torgau ergab, dass es vereinzelt Engpässe gibt. Insbesondere in der vergangene Woche gab es an einigen Standorten keinen Sprit. Großflächig sind derzeit aber keine Probleme bekannt.Es seien "nach einem Störfall in der Raffinerie Leuna in Teilen von Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Versorgungs-Engpässe bei Benzin und Diesel entstanden sind. Betroffen sind auch mehrere HEM Tankstellen", teilte eine Unternehmenssprecherin auf unsere Anfrage mit. "Wir arbeiten derzeit intensiv daran, die Versorgung sämtlicher HEM Tankstellen sicherzustellen. Hierbei kommt es jedoch wegen erheblich längerer Anfahrtszeiten zu Verzögerungen. Deshalb ist es möglich, dass an einzelnen Tankstellen bestimmte Kraftstoffsorten für kurze Zeit nicht angeboten werden können. Wir sind zuversichtlich, alle betroffenen HEM Tankstellen kurzfristig wieder ausreichend mit allen Kraftstoffsorten versorgen zu können."Alexandra Hübsch vom Tankstellen-Interessenverband sagte bei uns im Interview, dass vereinzelt Rückmeldungen gibt, dass Tankstellen Engpässe hätten oder keinen Sprit mehr anbieten könnten. "Wir hoffen, dass die Kraftstoffbelieferung gesichert wird, damit keine wirtschaftlichen Nachteile entstehen."Bei Wartungsarbeiten war es in der Raffinerie in Leuna zu einem Schwelbrand gekommen - die Anlage, die zentral für die Produktion ist, ging dabei kaputt. Die Raffinerie versorgt 1300 Tankstellen in Ostdeutschland.