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Spielzeugpistole löst Großeinsatz in Dresden-Reick aus

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Eine Spiel­zeug­waffe hat einen Großein­satz der Polizei in Dresden-Reick ausge­löst. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte ein Pärchen den Notruf alarmiert, da es einen Mann mit einer Maschi­nen­pis­tole an der Otto-Mohr-Straße sah. Ein Großauf­gebot rückte daraufhin aus, im gesamten Stadt­ge­biet wurden umfang­reiche Fandungs­maß­nahmen gestartet. Wenig später konnte Entwar­nung gegeben werden. In der Nähe des Wertstoff­hofes wurde ein 20-jähriger Tscheche entdeckt, der Sperr­müll­sammler hatte eine Spiel­zeug-Plastik-Maschi­nen­pis­tole bei sich. Bereits am Donners­tag­nach­mittag hatten sich Dresdner über das Aufgebot in der Stadt gewun­dert, so waren beispiels­weise auf der Fetscher­straße zahlreiche Einsatz­fahr­zeuge mit Hochge­schwin­dig­keit gesichtet worden. Polizei und LKA gaben am Donnerstag auf Nachfrage keine Details zu dem Einsatz heraus.Am Freitag­mittag erfolgte nun die Aufklä­rung: Via Notruf meldete sich demnach Donners­tag­nach­mittag gegen 15:00 Uhr ein Pärchen, welches an der Otto-Mohr-Straße eine äußerst besorg­nis­er­re­gende Beobach­tung gemacht hatte. Ihrem Hinweis zufolge stand dort ein Mann vor einem Wertstoffhof und hantierte augen­schein­lich mit einer Maschi­nen­pis­tole. Sobald sich Autos oder Passanten näherten, versteckte er die Waffe. Diese akute Gefah­ren­lage setzte bei der Dresdner Polizei eine umfas­sende Maschi­nerie in Gang. Sofort wurden Fahndungs­maß­nahmen einge­leitet, die sich auf das gesamte Stadt­ge­biet sowie den Umkreis erstreckten. Auch die Bundes­po­lizei war einge­bunden. Gleich­zeitig wurden die Inter­ven­ti­ons­kräfte der Dresdner Polizei aktiviert, die für lebens­be­droh­liche Einsatz­lagen beson­ders ausge­stattet sind. Kurze Zeit später konnten die Einsatz­kräfte den Mann mit der Maschi­nen­pis­tole noch in der unmit­tel­baren Nähe des Wertstoff­hofes ausfindig machen. Nach der Kontrolle des 20-jährigen tsche­chi­schen Staats­bür­gers konnte Entwar­nung gegeben werden. Bei dem jungen Mann handelte es sich um einen Sperr­müll­sammler. Die Maschi­nen­pis­tole, die er in der Tat bei sich trug, entpuppte sich als Kinder­spiel­zeug aus Plastik. Die Waffe hatte der Mann, wie er glaub­haft versi­chern konnte, von einem Unbekannten vor dem Wertstoffhof geschenkt bekommen und danach begut­achtet. Um kein Aufsehen zu erregen, versteckte er sie regel­mäßig vor Passanten oder Autofah­rern. Dies gelang ihm nur bedingt.Auch wenn dieser Fall sehr glimpf­lich ausge­gangen ist, möchte die Dresdner Polizei vor dem Hinter­grund des Gesche­henen noch einmal eindring­lich vor sogenannten Anscheins­waffen in der Öffent­lich­keit warnen.