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Spekulationen um Kabinettsumbildung nach CDU-Wahlschlappe

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 Angesichts von Spekulationen über eine bevorstehende Regierungsumbildung in Sachsen hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sein Kabinett über ein Treffen mit den Landräten vom Wochenende informiert. Über personelle Konsequenzen aus der Wahlschlappe der CDU bei der Bundestagswahl, die in Sachsen nach der AfD nur zweitstärkste Kraft geworden war, sei aber nicht beraten worden, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Dienstag in Dresden. „Personal war in der Kabinettssitzung überhaupt kein Thema, weder Zeitschienen noch Personen.“Tillich muss nach dem Rücktritt von Ministerin Brunhild Kurth (CDU) zumindest die Führung des Kultusressorts neu besetzen. Die Vorstellung und Berufung eines Nachfolgers solle „nach den Ferien“ erfolgen, kündigte er an. „Das wird auch zeitnah erfolgen, ist aber heute kein Thema gewesen“, sagte Schreiber. Seit Montag läuft der Schulbetrieb wieder.Nachdem auch die Landräte - allesamt CDU - am Wochenende als Konsequenz aus dem desaströsen Wahlergebnis eine Kurskorrektur verlangt hatten, war über ein größeres Stühlerücken am Kabinettstisch spekuliert worden. „Der Ministerpräsident hat in seinem Bericht kurz informiert über die Veranstaltung am Samstag“, berichtete Schreiber. „Es ist nicht so gewesen, dass das jetzt eine große Diskussion war oder man jetzt im Hinblick auf Finanzen das angesprochen hat.“Seit Tagen wird in den sächsischen Medien über weitere personelle Konsequenzen spekuliert - vor allem über eine mögliche Ablösung von Finanzminister Georg Unland, aber auch von Innenminister Markus Ulbig (beide CDU). Aus der Staatskanzlei ist dazu allerdings bisher nichts zu vernehmen. Am Donnerstag kommt die CDU-Landtagsfraktion in Dresden zusammen. Beobachter erwarten, dass Tillich den Abgeordneten dann seine Pläne erläutern wird.(DPA)