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  • Mit viel Fingerspitzengefühl wird das Bauteil angehoben.

Spektakulärer Montageabschnitt beim Heinz-Steyer-Stadion geglückt

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Die Mission ist geglückt. Zwei XXL-Kräne waren am Freitag auf der Baustelle des Heinz-Steyer-Stadions im Einsatz. Sie hoben einen sogenannten Lichtring-Träger an, der dann auf der Nordtribüne montiert wurde. Das 105 Meter lange Teil hat ein Gewicht von 130 Tonnen und wurde zuvor genauestens geprüft.

Wie uns Projektleiter Arno Dietrich sagte, werden die Kräne normalerweise zum Windradbau eingesetzt. Die Montage war für ihn spannend und nervenaufreibend gewesen: „Da durfte es keine Verzögerungen geben und keine Schräglage. Wir waren wirklich froh, dass es nicht sehr windig war.“ Der Lichtring wurde zuvor ausgiebig in einem Windkanal bei einem Modellversuch getestet, bevor ein Stahlbauer in Stuttgart sich an den Feinschliff und die Umsetzung machte. Selbst erfahrene Stadionbauer hielten den Atem an, als der Träger am Freitagvormittag schlussendlich über der künftigen Multifunktionsarena schwebte.

Bis Ende März soll der Lichtring komplett fertig werden. Parallel laufen die Arbeiten im Infield für das Rasenspielfeld, auch die Innenräume werden weiter ausgebaut. Auf der gesamten Baustelle sind derzeit 80 bis 100 Arbeiter im Einsatz.

Der erste Spatenstich erfolgte dabei erst im Juni 2022. Obwohl die Arbeiten schnell voranschreiten, sei der Zeitplan aber nicht ganz einfach einzuhalten. Das sagte uns Sportbürgermeister Jan Donhauser. Zum einen hätte es Schwierigkeiten bei der Lieferung von Material oder Fachkräftemängel gegeben. Ursprünglich sollte die Arena mit den Deutschen Finals 2024 offiziell eröffnen. Die Finals wurden nun um ein Jahr verschoben. Fest steht also bislang nur, dass die Arena 2024 eröffnen soll. Wann genau, ist noch unklar.

Bei den Kosten liege man derzeit noch im Plan. „Wir sind bei 47 Millionen Euro angekommen“, sagte uns Donhauser. Es werde aber noch Mehrkosten geben. „Vor vier Jahren wurde einfach noch anders geplant.“ Konkrete Details zu der Eröffnung und den genauen Kosten werde es dann Anfang April geben, da derzeit noch die Verhandlungen laufen.