SPD fordert geschützte Radfahrstreifen für Dresden
Andere Städte haben sie schon, in Dresden sucht man sie vergeblich: Radfahrstreifen, die zum Beispiel durch Poller vom Autoverkehr getrennt werden. Deshalb fordert die SPD den Einsatz dieser geschützten Streifen jetzt auch in der Landeshauptstadt.
Konkret schlägt die Ratsfraktion vor, besonders an Stellen, die häufig von Autos zugeparkt oder überfahren werden, einen baulichen Schutz zu prüfen. Bei der Standortauswahl sollen Erkenntnisse von Polizei, Ordnungsamt und ADFC berücksichtigt werden.
„Dresden hinkt hinterher. Warum soll eine Lösung, die in Leipzig seit Jahren funktioniert, nicht auch in Dresden machbar sein“, fragt sich Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Es braucht hier von der Stadtverwaltung mehr Engagement für Verkehrssicherheit. Radfahrstreifen, die zugeparkt oder häufig irregulär überfahren werden, machen das Radfahren deutlich unattraktiver. Mit dem Einsatz von z.B. kleinen Pollern liegt hier eine unkomplizierte Lösung auf der Hand.“
Im September 2021 hatte die Stadtverwaltung im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche schon einmal eine geschützte Radfahrspur auf der St. Petersburger Straße mit Baustellenbaken getestet. Auf diesen Versuch folgten allerdings keine weiteren Aktivitäten.
