Baustart für Fahrradparkhaus am Bahnhof Neustadt
Dresden bekommt ein Fahrradparkhaus! Mit dem ersten Spatenstich hat am Dienstag offiziell der Bau am Bahnhof Neustadt begonnen. Bis Ende 2027 entstehen am Schlesischen Platz 800 sichere und witterungsgeschützte Stellplätze. Das Gebäude wird in nachhaltiger Holzbauweise errichtet. Der Standort unmittelbar am Bahnhof Neustadt ermöglicht kurze Wege zu den Zügen und Bussen, was das Fahrradparkhaus besonders für Pendlerinnen und Pendler attraktiv macht.
„Wer mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommt, braucht einen sicheren und verlässlichen Abstellplatz. Genau das fehlt an den Dresdner Fernbahnhöfen noch“, erklärt Baubürgermeister Stephan Kühn. „Mit dem Fahrradparkhaus am Bahnhof Neustadt schaffen wir 800 geschützte Stellplätze und decken damit den seit Jahren bestehenden hohen Bedarf an diesem wichtigen Verkehrsknoten. Das erleichtert den Umstieg auf Bus und Bahn und stärkt den Umweltverbund. Das Fahrradparkhaus ist deshalb ein zentrales Vorhaben unseres Bike&Ride-Konzepts.“
Aktuell werden unterhalb des ehemaligen Standortes der Europcar Autovermietung die Baustelle eingerichtet und das Baufeld freigemacht. Dafür wird die Böschung abgebaggert, Leitungen werden verlegt und der Bereich abgesichert. Bis zum Frühjahr 2027 sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen sein. Anschließend beginnt der Ausbau des Gebäudes.
Stell- und Ladeplätze für verschiedene Fahrradtypen
Neben regulären Stellplätzen sind Lademöglichkeiten für E-Bikes und Pedelecs sowie spezielle Flächen für Liege- und Lastenräder vorgesehen. Einzelboxen bieten besonders schützenswerten Fahrrädern zusätzlichen Schutz. Schließfächer stehen für persönliche Gegenstände zur Verfügung. Der Zugang zur Anlage ist auf Nutzerinnen und Nutzer beschränkt und bietet damit zusätzlichen Schutz vor Vandalismus.
Für die Stellplätze soll künftig ein betreiberabhängiges Buchungssystem zur Verfügung stehen. Die Landeshauptstadt will den Betrieb des Fahrradparkhauses bis Ende 2026 öffentlich ausschreiben.
Rund 2,4 Millionen Euro Förderung vom Bund
Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund vier Millionen Euro. Das Bundesförderprogramm „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ unterstützt den Bau mit 2,4 Millionen Euro. Den verbleibenden Betrag finanziert die Landeshauptstadt insbesondere aus Stellplatzablösegebühren.
Grundlage für das Projekt ist das 2017 vom Stadtrat beschlossene Radverkehrskonzept. Es hatte einen Bedarf von 800 zusätzlichen diebstahlsicheren und witterungsgeschützten Fahrradstellplätzen ermittelt. Den Baubeschluss fasste der Stadtrat im Dezember 2024.
