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Sonne heizt jetzt Dresdner Haushalte mit

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Versteckt hinter Büschen und einem Zaun ging jetzt der erste Solarpark von SachsenEnergie in Betrieb. Der Energieversorger ließ für 2 Mio. Euro (Hälfte kam über Fördermittel vom Bund) 140 Solarmodule auf der Räcknitzhöhe errichten - dort wo bis vor ein paar Jahren noch der alte Wasserspeicher stand. Letzte Boten der Vergangenheit sind zwei denkmalgeschützte Steintürme, in denen einst die Regeltechnik für das Wasserbecken verbaut war. 

Heute ist in einem der beiden Türme die Schaltzentrale für den Solarpark. Der schafft in der Spitze bis zu 1,1 Megawatt - ausreichend, um bis zu 170 Einfamilienhäuser in der direkten Umgebung mit Fernwärme zu versorgen. Es ist ein Mini-Schritt in Richtung Klimaneutralität bei Mitteldeutschlands größtem Energieversorger: „Damit vergrünen wir die Fernwärme zwar nur um 0,04 Prozent“, so SachsenEnergie-Vorstand Axel Cunow. Doch die Anlage sei ein wichtiger Testlauf für viele Solarmodulen auf Hausdächern, die kommen müssen, um das große, gesetzlich vorgeschriebene Ziel zu schaffen. 

Und das heißt: 30 Prozent erneuerbare Energien bis 2030 in der Fernwärme (Dresden nutzt im Moment 5 Prozent). In zehn Jahren will SachsenEnergie als selbstgestecktes Ziel dann alle Dresdner Haushalte mit grüner, nicht fossiler Energie versorgen. Den größten Schub wird dabei die Inbetriebnahme der geplanten Müllverbrennungsanlage am Hammerweg 2030 geben. Denn die Verbrennung (und Energiegewinnung) von Haus- und Sperrmüll gilt in der Bilanz als „grün“.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen: „Das Dekarbonisierungskonzept der SachsenEnergie ist wichtig für die Stadt, da wir ja vorgeschlagen haben, bis 2040 treibhausgasneutral zu werden. Und da hängen wir natürlich von den Beiträgen der SachsenEnergie ab.“

Ob das Klimaziel 2040 für die Landeshauptstadt erfüllt wird, muss zuvor noch der Stadtrat entscheiden. 

Audio:

Umweltbürgermeisterin Jähnigen zu den Klimazielen für Dresden
SachsenEnergie-Vorstand Axel Cunow