Sondermüll-Anlage in Gröbern genehmigt
Nach langem Streit und Protesten hat die Landesdirektion Sachsen nun ein Sondermüllzwischenlager in Gröbern bei Meißen genehmigt. Damit können dort im Recyclingpark bis zu 640 Tonnen gefährliche und ungefährliche Abfälle gelagert werden, hieß es. Pro Tag darf die Nehlsen GmbH & Co 20 Tonnen gefährlicher Abfälle weiterbehandeln und verpacken.Allerdings seien zahlreiche Auflagen zur Luftreinhaltung, Lärm- und Gewässerschutz erteilt, hieß es. Zudem ist der Betrieb auf Montagfrüh bis Freitagabend beschränkt. Böden müssen undurchlässig sein. Monatelang hatte eine Bürgerinitiative und der BUND-Sachsen gegen die Pläne protestiert. 2014 war von einem Schwarzbau die Rede, so war u.a. die Ableitung von Abwässern Streitpunkt. Über 2500 Unterschriften waren 2014 in Niederau gegen die Anlage gesammelt worden. Diese wurden dem Landtagspräsidenten übergeben.Der Recyclingpark Gröbern wollte ursprünglich bis zu 6.000 Tonnen Sondermüll im Jahr umverpacken. 1,6 Millionen Euro waren als Investitionssumme geplant. Mit den Auflagen der Landesdirektion darf nun deutlich weniger Müll verarbeitet werden. Der Betreiber der Anlage war 2014 auf die Anwohner zugegangen, hatte auch Besichtigungen angeboten. Die Geschäftsführung hatte betont, dass in Gröbern keine Deponie sondern ein Zwischenlager entsteht und Abfälle behandelt werden.