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Sonderkreistag zur Affäre Witschas am 18. September in Bautzen

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In der Affäre um NPD-Kontakte des stell­ver­tre­tenden Bautzener Landrats Udo Witschas wird es spannend. SPD und Grüne haben sich mit ihrer Forde­rung nach einem Sonder­kreistag durch­ge­setzt. Am 18. September soll über die Abberu­fung entschieden werden, so Frakti­ons­chef Gerhart Lemm.

Lemm hoffe auf ein partei­über­grei­fendes Signal – und damit auf eine Mehrheit für den Abberu­fungs­an­trag. Aller­dings ist das wenig wahrschein­lich. Für eine Abwahl des CDU-Vizeland­rats Witschas müssen mindes­tens zwei Drittel der Kreis­räte stimmen. Die CDU ist mit 45 Sitzen stärkste Kraft im Bautzener Kreistag. Bei den Wahlen vor drei Jahren erreichte sie 44,4 Prozent.

Witschas hatte vor dem Hinter­grund der Ausein­an­der­set­zungen zwischen jungen Flücht­lingen und Rechten in Bautzen mit dem früheren NPD-Kreis­chef Marco Wruck gespro­chen, um zu einer Beruhi­gung der Lage beizu­tragen.