Solarwatt Dresden profitiert von Boom bei Solaranlagen
Steigende Energiepreise beflügeln die Nachfrage von Hausbesitzern nach Solaranlagen. Davon profitiert auch der Dresdner Solarhersteller Solarwatt. Nach Unternehmensangaben hat sich der Umsatz von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt - auf 250 Millionen Euro.
Rund 49.000 Anlagen wurden dieses Jahr schon verkauft, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Das Interesse habe schon zuvor geboomt, seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges samt der Folgen für den deutschen Energiemarkt gebe es einen Hype, sagte Geschäftsführer Detlef Neuhaus, der Deutschen Presse-Agentur. Das treibt die Geschäftszahlen in neue Höhen.
Solarwatt hat sich vor allem auf kleinere Photovoltaikanlagen sowie Speicher für den Privatgebrauch spezialisiert. Am Fertigungs- und Verwaltungsstandort Dresden beschäftigt die Solarwatt-Gruppe über 500 Mitarbeiter, europaweit rund 700.
Detlef Neuhaus freut sich sehr über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Der Solarwatt-Geschäftsführer findet aber auch mahnende Worte: „Wir erleben derzeit einen Auftragseingang, der sich im Vergleich zum Vorjahr massiv erhöht hat. Angesichts dessen werden wir unsere Planzahlen für dieses Jahr deutlich übertreffen. Trotzdem ist natürlich nicht alles rosarot. Wir sehen uns vor allem mit zwei Engpässen konfrontiert: der Sicherstellung des Einkaufs von Materialien und der begrenzten Installationskapazität im Handwerk. Wir müssen dringend aufpassen, dass sich die gute Ausgangslage des Marktes nicht ins Gegenteil verkehrt, weil die Menschen lange auf ihre Solaranlage warten müssen.“