So wird der Große Garten künftig beleuchtet
Der Große Garten ist in den vergangenen Tagen aufgegraben worden, so zum Beispiel die Querallee zwischen Stübelallee und Palais - wir hatten berichtet. Der zuständige Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) baut insgesamt 176 alte Laternen ab. In Haupt- Quer und Fürstenallee werden 126 neue moderne LED-Leuchten aufgestellt. Wie SIB-Sprecher Alwin-Rainer Zipfl auf unsere Anfrage mitteilte, werden weiterhin 13 neue Leuchte in den Bahnhöfen Carolasee, Karcherallee und Palaisteich der Parkeisenbahn aufgestellt. Zudem werden 5 Kandelaber-Leuchten in der Zuwegung zum Caraloschlösschen aufgearbeitet bzw. erneuert, teilte der Sprecher des SIB mit.
Sechs alte Leuchten werden für die Nachwelt aufgehoben
Die alten historischen Laternen werden laut Freistaat fachgerecht entsorgt, sechs Stück werden ans Netzwerk Ostmoderne und den Verein historische Kraftfahrzeuge des Dresdner Nahverkehrs e.V. übergeben: "Die restlichen rückzubauenden Leuchten werden fachgerecht entsorgt. Die Denkmalschutzbehörden wurden intensiv in die Planung der Baumaßnahme und die Auswahl/Bemusterung der neuen Leuchten einbezogen. Für das Vorhaben liegt eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung vor."
So funktionieren die neuen 50-Watt-Leuchten
Die neuen Leuchten kommen von der Firma Hess, sie haben 50 Watt, leuchte in warmweiß. Der SIB informierte auf unsere Anfrage auch über die technischen Details:
Der Leuchtenkopf ist mit einem LED-Leuchtmittel als Lichtquelle bestückt. Die Leistung der einzelnen Leuchte beträgt 50W.
Weitere Details zur Bauart (Aufsatzleuchte Campone)
• Konischer Leuchtenkörper aus Aluminiumguss, lackiert
• Konisches Polyacrylglas (PMMA), klar
• Leuchtendach aus Aluminium, lackiert
• Reflektorkaschierung aus Aluminium, eloxiert
Fragen zu Lichtverschmutzung mit Umweltamt abgestimmt
Zudem habe man mit dem Umweltamt das Thema Lichtverschmutzung abgestimmt, hieß es. Durch eine spezielle Optik werde das Licht nur nach unten auf die Wege abgestrahlt, erläuterte SIB-Sprecher Alwin-Rainer Zipfl:
"Die Minimierung der Ausleuchtung von angrenzenden Flächen, welche nicht zu den auszuleuchtenden Wege-/Verkehrsflächen gehören, war Bestandteil der Planungsvorgabe für die Baumaßnahme. Die neuen Leuchten besitzen daher im Leuchtenkopf eine Optik, welche das Licht gezielt nur nach unten und in Richtung Weg abstrahlt. Es wird kein Licht nach oben oder in den rückwärtigen Gartenbereich abgegeben. Die Anordnung der Leuchten wurde so gewählt, dass eine nachzuweisende minimale Beleuchtungstärke von 1,0lux auf den Wegeflächen gewährleistet ist. Die Lichtfarbe wurde mit 3000 K festgelegt, auch um die Beeinträchtigung von Insekten zu minimieren. Dies wurde mit dem Umweltamt der LHS Dresden abgestimmt."