So tricksen euch Händler am Black Friday aus
Mit Rabatten von 50, 60 teilweise sogar mehr als 80 Prozent wollen Online-Händler und große Ketten diesen Freitag wieder Kunden locken. Der Black Friday und der Cyber Monday haben es inzwischen aus den USA auch zu uns nach Deutschland geschafft. Während der Black Friday in den USA bereits der umsatzstärkste Tag des Jahres ist, erwarten auch Händler bei uns für dieses Jahr Rekordumsätze. Rein rechnerisch wird jeder Sachse am Freitag rund 170 Euro und am Cyber Monday rund 120 Euro ausgeben. Auch wenn viele Anbieter vor allem bei Technik, Kleidung und Lebensmitteln mit Schnäppchen werben, raten Verbraucherschützer die Preise genau zu vergleichen und sich nicht von den Prozenten blenden zu lassen. Alles was ihr zu den Tricks der Händler wissen solltet, haben wir hier für euch zusammengefasst: Wie viel Rabatte sind wirklich drin?
Während Händler teilweise sogar Rabatte über 80 Prozent versprechen, liegt die Ersparnis realistisch meist eher bei unter 20, selten bei bis zu 40 Prozent. Das haben Stichproben von Verbraucherschützern in den letzten Jahren gezeigt. Das Preisvergleich-Portal Guenstiger.de hat zudem rausgefunden, dass nur jedes zweite getestete Angebot auch wirklich ein Schnäppchen ist. Wie tricksen die Anbieter? Besonders gut sehen Rabatte aus, wenn sie ins Verhältnis zur unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller gesetzt werden. Dieser Trick ist zwar völlig legal, Kunden sollten aber beachten, dass nahezu kein Anbieter seine Waren zum UVP verkauft. Auch an normalen Tagen liegen die Preise meist deutlich darunter. Ein anderer beliebter Trick ist es, Preise in den Wochen vor dem Black Friday schrittweise unauffällig hochzusetzen. Am Aktionstag sehen die Preisnachlässe deutlich besser aus, als sie wirklich sind. Kunden sollten sich außerdem von angeblich begrenzten Stückzahlen oder runterlaufenden Countdowns nicht unter Druck setzen lassen. Wer sicher gehen will, dass er wirklich ein Schnäppchen vor sich hat, vergleicht die Preise am besten schon in den Tagen vor dem Black Friday oder dem Cyber Monday. Wie schütze ich mich vor Betrügern und Fake Shops? Der Black Friday zieht auch immer mehr Betrüger an, die ihre Opfer mit unglaublich niedrigen Preisen vor allem bei Technik locken. Diese Betrugsmasche läuft auch bei großen Portalen, wie zum Beispiel Amazon. Dort bringen die Betrüger ihre Opfer dazu in Vorkasse zu gehen. Dadurch ist der Kauf dann nicht abgesichert, die Kunden verlieren ihr Geld und sehen die versprochenen Schnäppchen nie. Wer online auf Schnäppchenjagd geht sollte darum bei den großen Anbietern, wie Amazon immer über den offiziellen Warenkorb auschecken und bezahlen. Nur so seid ihr auch wirklich vor Betrug sicher. Bei anderen Online-Shops solltet ihr außerdem möglichst immer über einen sicheren Anbieter, wie z.B. PayPal bezahlen, der euch im Fall von Problemen mit einem Käuferschutz absichert. Auch wenn es lästig ist, hilft außerdem ein Blick in die AGBs des Online-Shops, ein Blick in das Impressum und ein Check, ob der Shop z.B. wirklich in Deutschland ansässig ist. Seriöse Shops sind zudem an verschiedenen Güte-Siegeln, unter anderem vom TÜV zu erkennen. Einen Überblick über die verschiedenen Online-Siegel findet ihr hier!