Carolabrücke: Sonderschichten wegen verzögertem Abriss
Nachdem der Elbpegel wieder zurückgegangen ist, haben die Abrissarbeiten an der Dresdner Carolabrücke wieder Fahrt aufgenommen. Bagger sind auf der Altstädter Seite im Einsatz, um die Brückenteile über eine eigens angelegte Baustraße abzutragen.
Zuvor mussten die Arbeiten aufgrund höherer Pegelstände für vier Tage unterbrochen werden. Seit Anfang Oktober läuft der kontrollierte Rückbau des Brückenzuges C. Ein kürzlich vorgelegtes Gutachten bestätigte, dass auch die übrigen Teile der Elbquerung abgerissen werden müssen.
Insgesamt 650 Tonnen Wasserbausteine wurden zusätzlich angeliefert und aufgeschüttet, um die Abbrucharbeiten bis zu einem Elbpegel von 2,35 Metern weiter durchführen zu können.Damit liegen 6000 Tonnen dieser Steine im Fluss, bilden einen Damm, auf dem maximal drei Abbruch-Bagger täglich arbeiten können.
„Das ist wie ein Ritt auf der Rasierklinge“, erklärt Ivar Pommerening, der die Sicherheit auf der Baustelle überwacht und den Baggerfahrern zusätzliche Orientierung über herabgestürzte Brückenteile in der trüben Elbe gibt. Jede Bagger-Position wird überwacht, damit kein Unglück passiert. „Zudem liegen noch zwei Brücken-Gelenke im Fluss, die geborgen werden müssen. Eines wiegt allein 10 Tonnen. Das bekommt man nur mit zwei Baggern gehoben.“
Ziel ist es, die Altstädter Seite in zwei Wochen komplett zu beräumen. Auch die Baustraße in der Elbe soll bis dahin wieder abgebaut sein. Die Arbeiten auf der Neustädter Seite beginnen parallel, dabei wird abtransportiertes Baumaterial von der Altstadt gleich für die Baustraße auf der gegenüberliegenden Elbseite genutzt.
Um den Zeitverzug beim Abriss wieder aufzuholen, rollen die Bagger der Firma CENTRO auch am 23., 27. und 30. Dezember sowie gleich wieder nach Neujahr.
Ab Montag, 6. Januar 2025, werden Peilarbeiten in der Elbe durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe durchgeführt. Außerdem werden tiefe Ausspülen im Flussbett (sogenannte Kolke) wieder verfüllt, um danach eine 8 Meter Breite Fahrrinne für die Schifffahrt wieder herzustellen.