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Abriss der Carolabrücke im Akkord

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Weithin hörbar arbeiten sich die Bohrhammer an der Dresdner Carolabrücke in den Beton vor. 3.000 Tonnen müssen insgesamt vom eingestürzten Zug C abgetragen werden.

Noch liegen die Arbeiten im Plan, sagte uns Holger Kalbe vom Straßen- und Tiefbauamt. Bis alles abgetragen ist, wird es allerdings noch drei Wochen dauern. Dabei arbeiten die Abrissbagger sechs Tage die Woche immer 7 bis 19 Uhr. Nur sonntags ruht die Baustelle.

Zum einen werden nächste Woche eine sogenannte Brecher-Anlage auf Altstädter Seite aufgebaut, um die Betonteile zu zerkleinern. Zum anderen soll ein Teilstück aus dem Wasser gehoben werden, um den Wasserdurchfluss zu verbessern.

Während des Abbruchs werden auch weiterhin fortwährend Proben entnommen, um der Einsturzursache weiter auf den Grund zu gehen. Anschließend geht es auf der Neustädter Seite weiter. Hier muss zunächst eine Baustraße errichtet werden, um für die Bagger eine Arbeitsebene zu schaffen.

Auch auf dieser Seite sollen die zwei verbliebenen Stücke in der Elbe zu Fall gebracht werden. Auf der Neustädter Seite wird ebenso eine mobile Brechanlage errichtet, die die Teile für den Abtransport zerkleinert. Sobald der Wasserstand niedrig genug ist, um auf die in der Elbe liegenden Teile zu fahren, kann der Abbruch dieser Brückenteile erfolgen.

Die Brückenteile sind dabei zugleich Baustraße, sodass Bagger auf sie auffahren können, um sie Stück für Stück abzubrechen. Vorher müssen dazu die Schienen und Gleishöcker auf Brückenzug C demontiert werden.

Audio:

Holger Kalbe vom Straßen- und Tiefbauamt erklärt die Bauarbeiten vor Ort

Update zur Fernwärmeleitung über die Augustusbrücke

Parallel zu den laufenden Abbrucharbeiten an der Carolabrücke arbeitet die SachsenEnergie mit Hochdruck daran, dass die Fernwärmeversorgung auf der Neustädter Seite für den Winter stabil abgesichert ist. Die vorbereitenden Bau-Maßnahmen zur Verlegung der provisorischen Fernwärmeleitung auf der Augustusbrücke sind fast abgeschlossen.

Auf dem Gehweg der Brücke wurden an vereinzelten Stellen die Gehwegplatten entnommen, in die seit Donnerstagmorgen Betonbetten gegossen werden. Auf diese werden am Sonnabend, 12. Oktober 2024, die Gleitlager ähnlich einem Sockel aufgesetzt, die die Leitungen später halten. Zum Schutz des historischen Bauwerks wurde der darunterliegende Splitt entnommen und ein Vlies verlegt, auf den der Beton gegossen wird. Die Gehwegplatten werden für die Bauzeit eingelagert.

Zu Beginn dieser Woche sind die Rohrleitungen für das Fernwärme-Provisorium angeliefert worden. Diese lagern aktuell auf dem Theaterplatz. Es handelt sich um je 650 Meter Rohr für den Vorlauf und den Rücklauf der Fernwärme. Am kommenden Montag, 14. Oktober 2024, beginnen die Schweißarbeiten und die einzelnen Rohrleitungsstücke werden miteinander verbunden und Stück für Stück über die Augustusbrücke gelegt.

Ziel ist es, am 22. und 29. Oktober 2024 jeweils auf einer der beiden Elbseiten die Verbindungsstücke, die die provisorischen Leitungen mit dem Fernwärmenetz verbinden, einzubauen. Dazu werden die vorhandenen Leitungen aufgeschnitten und T-Stücke eingesetzt und verschweißt.