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So könnte das neue Rathaus am Ferdinandplatz aussehen

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Die ersten Konzepte für ein neues Rathaus auf dem Ferdi­nand­platz in Dresden liegen vor. Die Stadt­ver­wal­tung hat dazu auch eine Visua­li­sie­rung eines Archi­tek­ten­büros veröf­fent­licht. Ab der kommenden Woche (31.07 bis 14.08.) werden die Pläne im Atrium des World Trade Centers gezeigt. Die Stadt will langfristig ein neues Rathaus auf dem Ferdi­nand­platz bauen, da dringend neue Büros benötigt werden.Grund­lage für Bebau­ungs­planIn einer Mittei­lung der Stadt heißt es: "Vom 31. Juli bis 14. August 2017 zeigt das Stadt­pla­nungsamt in der Halle des World Trade Center alle Entwürfe, die im Rahmen einer Unter­su­chung des aus den 1990er Jahren stammenden städte­bau­li­chen Konzeptes erstellt wurden. Die Umgestal­tung der Brache um den Ferdi­nand­platz, ist ein wichtiger Baustein für eine städte­bau­liche Vervoll­komm­nung der Innen­stadt Dresdens. Um diesem Vorhaben einen frischen Impuls zu geben, wurde im März 2017 eine Unter­su­chung der städte­bau­li­chen Entwick­lungs­po­ten­ziale mit den genannten sieben Planungs­büros durch­ge­führt. Die Planungen aus den Jahren 1992/93 sind in dieses Verfahren einge­flossen. Beson­deres Augen­merk lagen auf der Stand­ort­un­ter­su­chung eines Verwal­tungs­zen­trums und eines bauli­chen Abschlusses des Karstadt Kaufhauses.  Ein Gremium aus Gutach­tern, Eigen­tü­mern, Stadt­räten und Fachäm­tern bestimmte den Entwurf des Büros BARCODE Archi­tects als geeig­netsten. Er soll Grund­lage des zukünf­tigen Bebau­ungs­plans sein."Dringend neue Büros notwendigVor zwei Wochen hatte die Stadt erstmals offiziell angekün­digt, am Ferdinandplatz ein neues Verwaltungsgebäude bauen zu wollen. Bis 2030 soll der Neubau entstehen.Die Stadt­ver­wal­tung schrieb dazu in einer Presse­mit­tei­lung: "Das Amt für Hochbau und Immobi­li­en­ver­wal­tung plant für die Unter­brin­gung der städti­schen Ämter bis 2030 drei zentrale Verwal­tungs­stand­orte. Dazu gehören das Neue Rathaus am Dr.-Külz-Ring, das Rathaus in der Theater­straße und ein neu zu errich­tendes Verwal­tungs­zen­trum am Ferdi­nand­platz."Und weiter heißt es: "Der zustän­dige Geschäfts­be­reich Stadt­ent­wick­lung, Bau, Verkehr und Liegen­schaften beabsich­tigt so, Verwal­tungs­stand­orte möglichst im Stadt­zen­trum zu konzen­trieren, eine hohe Flexi­bi­lität für Verän­de­rungen zu ermög­li­chen sowie die bishe­rigen Mietob­jekte weitest­ge­hend durch eigene Objekte abzulösen."Für die Neubau­pläne gibt es laut Stadt mehrere Gründe:1.) Erstens stehen bei der brand­schutz­tech­ni­schen Sanie­rung des Neuen Rathauses konkrete Planungen zum zweiten Reali­sie­rungs­ab­schnitt an. Während der Bauzeit müssen rund 650 Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter interims­weise anderen­orts unter­ge­bracht werden.2.) Zweitens gibt es eine Infor­ma­tion des Eigen­tü­mers der Grunaer Straße 2 und der St. Peters­burger Straße 9 über seine Absichten ab 2019. Das bedeutet: Mietver­träge mit der Stadt werden nicht verlän­gert und etwa 650 weitere Beschäf­tigte sind neu unter­zu­bringen.3.) Und drittens verzeichnen die Geschäfts­be­reiche mit wachsenden Aufgaben auch Perso­nal­zu­wachs. Bis Ende 2018 ist mit rund 100 zusätz­li­chen Stellen zu rechnen.Die drei genannten Haupt­stand­orte im Stadt­zen­trum sollten bis 2030 insge­samt Platz für etwa 3 900 Beschäf­tigte bieten. Zusätz­lich werden sie je nach Bedarf um angemie­tete Objekte ergänzt, jedoch in wesent­lich gerin­gerem Umfang als heute, so der langfris­tige Plan.Nächste SchritteFür die vertrag­lich bedingte Auflö­sung des Stand­ortes Grunaer Straße 2/St. Peters­burger Straße 9 prüft das Amt für Hochbau und Immobi­li­en­ver­wal­tung gegen­wärtig die Interims­un­ter­brin­gung in mobilen Raumein­heiten und die dafür notwen­digen Grund­stücke. Alter­nativ wird eine Anmie­tung von Flächen unter­sucht. Außerdem ist in Prüfung, unter welchen Voraus­set­zungen der zweite Reali­sie­rungs­ab­schnitt im Neuen Rathaus zeitlich verschoben werden könnte, da unter den gegebenen Rahmen­be­din­gungen im Jahr 2019 ein Flächen­be­darf für 1 300 Personen – je 650 aus dem Neuen Rathaus und aus dem Objekt Grunaer Straße 2/St. Peters­burger Straße 9 – während der Bauzeit nicht gedeckt wäre.Der Geschäfts­be­reich Stadt­ent­wick­lung, Bau, Verkehr und Liegen­schaften wird dem Oberbür­ger­meister im Spätsommer diesen Jahres eine Vorlage „Verwal­tungs­un­ter­brin­gung 2030“ zur Entschei­dung durch den Stadtrat vorlegen. Darauf aufbauend folgen Vorlagen für die Projekte „Neubau Verwal­tungs­zen­trum Ferdi­nand­platz“ und „Fortset­zung der Sanie­rung Neues Rathaus Dresden“.