Abriss der Carolabrücke: Jetzt soll es richtig losgehen!
An der Dresdner Carolabrücke haben am Dienstag vier Bagger damit begonnen, die beiden schräg stehenden Teile vom Brückenzug C abzubrechen. Die Arbeiten waren im Februar eingestellt worden, nachdem man Bewegungen in den noch stehenden Brückenzügen festgestellt hatte. Durch mehrere Hilfsstützen konnte diese Gefahr gebannt werden.
Weiße Flotte ändert Konzept für „Riverboat Shuffle“
Die Abrissarbeiten am Brückenzug C laufen auch am Mittwoch und Donnerstag ohne Unterbrechung weiter. Ursprünglich sollten die Arbeiten zwei Tage pausieren, um die „Riverboat-Shuffle“ im Rahmen des Dixieland-Festivals nicht zu gefährden. Nach Aussage der Stadt hat die Weiße Flotte aber ihr Konzept kurzfristig angepasst, so dass es bei der Flottenparade keine Durchfahrten unter der Carolabrücke gibt. Zudem habe das Schallmonitoring gezeigt, dass die Abrissarbeiten keine kritischen Erschütterungen an den anderen beiden Brückenzügen auslösen.
Vorgehen beim Abriss Brückenzug C
Die beiden noch verbliebenen Brückenteile des Zuges C müssen gleichmäßig abgebrochen werden, um die Brückenzüge A und B vor Erschütterungen zu schützen. Die Herausforderung dabei ist, dass sie auf dem Pfeiler D auf der Neustädter Seite aufliegen, ebenso wie die Überbauten der Brückenzüge A und B.
Um die Gleichmäßigkeit zu gewährleisten, sollen von beiden Seiten zunächst der Kragarm und die Decke des Hohlkastens abgebrochen werden. Im Anschluss folgt der Abbruch der Stege sowie der Bodenplatten. Dabei kommen vier Bagger zum Einsatz, jeweils zwischen 38 und 50 Tonnen schwer. Das Abbruchmaterial wird zerkleinert und einer Wiederverwendung zugeführt. Parallel werden weiterhin Ausrüstungsgegenstände der Brückenzüge A und B zurückgebaut und gesichert, wie beispielsweise Geländer oder Oberleitungsmasten der Straßenbahnen, um sie bei Bedarf wiederverwenden zu können.
Weitere Hilfsstützen errichtet
Die dritte und vierte von insgesamt acht Hilfsstützen, welche die Tragreserve der Carolabrücke erhöhen sollen, wurden in der vergangenen Woche (KW 19) auf der Neustädter Seite neben dem Pfeiler D eingebaut. Damit ist der Aufbau der Hilfskonstruktionen aus Stahlrohrsystemen abgeschlossen. Als nächstes erfolgt der Aufbau weiterer Hilfskonstruktionen aus Brunnenringen. Sie stützten die über Land führenden Brückenteile auf der Alt- und der Neustädter Seite. Die Herstellung der Fundamente für die Brunnenringe läuft bereits.