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Ski-Weltcup wirft seine Schatten voraus

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Rund um den Ski-Weltcup ist der Elberadweg vom 6. bis zum 24. Januar vom Glockenpavillion unterhalb des Hotels Bellevue bis zur Albertbrücke gesperrt. Für Radfahrer gibt es eine Umleitung. Der Ski-Weltcup steigt am kommenden Wochenende vom 10. bis 12. Januar. Danach dürfen Freizeitsportler auf die Loipe. Für den Ski-Weltcup werden mehr als 3.000 Kubikmeter Kunstschnee produziert und mit Lastwagen an die Elbe gebracht. Die Klimaschutz-Organisation Extinction Rebellion Dresden empfiehlt mit Blick auf den CO2-Ausstoß das Event durch einen Rollski-Cup zu ersetzen.

Extinction Rebellion fordert noch mehr Nachhaltigkeit für die Veranstaltung.

Die Klimaschutzorganisation Extinction Rebellion Dresden empfiehlt, diese jährliche Veranstaltung durch einen Rollski-Cup zu ersetzen, weil die bisherigen Veranstaltungen und die jetzige zu viel Klimagase bei der Herstellung des Kunstschnees emittierten. Für den Skiweltcup werden mehr als 3000 Kubikmeter Kunstschnee mit LKWs an die Elbe gebracht. Extinction Rebellion lobt zwar, dass der Veranstalter auch bei CO₂-Emissionen und Nachhaltigkeit mitdenkt. Jedoch reichen die erneuerbaren Energien aktuell für weniger als 20 Prozent des Dresdner Primärenergiebedarfs. Daraus folgt leider, dass der Strom für die Schneeproduktion für zusätzliche und vermeidbare CO₂-Emissionen sorgt.

Profisportereignisse wie der Skiweltcup haben auch immer Vorbildwirkung für den Breitensport und sorgen somit für gesunde Bewegung. Aufgrund der Klimakrise müssen wir uns jedoch unbedingt auf klimafreundliche Sportarten beschränken: Am besten ohne Heizung oder Kühlung, ohne Motoren oder Stromverbrauch. Das wäre wirklich klimafreundlich. Energieintensive Sportarten müssen wir als Weltgemeinschaft aus Klimasicht weglassen, bis wir unseren gesamten Primärenergiebedarf erneuerbar erzeugen.