SKD geben Zeichnung zurück

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Die Staatlichen Kunstsammlungen geben eine Federzeichnung von Moritz von Schwind aus dem Bestand des Kupferstich-Kabinetts zurück. Es handele sich um das Werk „Lachners Liebesleben“, teilten die SKD mit. Die Zeichnung werde im Rahmen der Regelungen zu NS-Raubkunst an die Nachfahren des Leipziger Verlegers Henri Hinrichsen zurückgegeben.

Das Kunstwerk sei unter verfolgungsbedingtem Druck veräußert worden, hieß es. Hinrichsen wollte mit dem Verkauf die Emigration seiner Familie finanzieren. Nach dem Zwangsverkauf seines Verlages 1938/39 wurde er inhaftiert und Kunstwerke aus seiner Sammlung wurden beschlagnahmt. Die Zeichnung gelangte in den Besitz des Kunsthändlers Gurlitt. Hinrichsen wurde 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Gurlitt verkaufte das Werk 1944 an das NS-Projekt „Sonderauftrag Linz“, dessen erster Leiter der langjährige Direktor der Dresdner Gemäldegalerie, Hans Posse, war.