SEK-Einsatz in Zwickau: 13-jähriger Syrer im Visier - AfD verlangt Abschiebung
Bei dem Minderjährigen aus Zwickau, der eine schwere Straftat geplant haben soll, handelt es sich um einen 13-jährigen Syrer. Das berichtet die Freie Presse unter Berufung auf den Vater. Er vermutet, dass die Aktivitäten seines Sohnes auf TikTok und Instagram den Großeinsatz am Mittwochabend ausgelöst haben könnten. Der Junge sei noch nicht wieder zuhause. Er werde im Krankenhaus psychologisch untersucht. Laut LKA gebe es kein Ermittlungsverfahren, heißt es in dem Bericht. Der Vorfall werde aber weiter aufgearbeitet.
Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert Konsequenzen. Ihr migrationspolitischer Sprecher Jonas Dünzel aus Zwickau verlangt die sofortige Abschiebung der Familie des 13-jährigen syrischen Tatverdächtigen. Syrien sei so sicher, dass Syrer aus Deutschland nach Hause in den Urlaub fliegen.
Erstmeldung vom Donnerstagmorgen:
Ein Großeinsatz der Polizei hat am Mittwochabend in der Zwickauer Innenstadt für Aufsehen gesorgt. Unweit vom Weindorf auf dem Hauptmarkt fuhren Polizeifahrzeuge vor, auch auf dem Kornmarkt und in den angrenzenden Straße postierten sich die Beamten.
Gegen 21 Uhr spitzte sich die Lage zu: Ein Sondereinsatzkommando (SEK) und LKA-Beamte stürmten eine Wohnung im fünften Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses auf der Nicolaistraße. Augenzeugen berichteten, dass gegen 22 Uhr zwei Personen in Handschellen aus dem Gebäude geführt wurden.
Grund für den Einsatz waren Hinweise, dass eine minderjährige Person eine schwere Straftat planen könnte, sagte ein Polizeisprecher unserem Reporter vor Ort. Nach Informationen der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung soll es sich um einen 13-Jährigen handeln.
Für Anwohner und Besucher des Weindorfes habe zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Gefahr bestanden, so die Polizei. Insgesamt waren rund 40 Beamte an dem Einsatz beteiligt. Weitere Details wurden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht genannt.
