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Nach drei Jahren Baustelle: Zwinger wird plötzlich grün

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Über drei Jahre ist Dresdens berühmtester Touristen-Magnet nun schon Baustelle und der Innenhof des altehrwürdigen Zwingers eine Kraterlandschaft von Gräben, Baggern, Kabeltrommeln. Erst hatten Archäologen den gesamten Innenhof aufgebuddelt und nach historischen Grundmauern und Funden abgesucht, diese dann dokumentiert. Dann konnten die Medien (Bewässerung, Elektronik, Datenkabel) erneuert, eine neue Beleuchtung für den Zwinger-Innenhof verlegt werden.

Doch nun tut sich deutlich Sichtbares: Im Zwinger sprießt es grün. „Wir haben vor dreieinhalb Wochen neuen Rasen gesät - klassisch mit der Hand, damit es schön gleichmäßig wird“, erklärt Marcus Plötz, der zuständige Gärtner für den Zwinger. In geschwungenen Stahlbändern wurde zuvor Mutterboden aufgeschüttet, dann die Saat regelmäßig gegossen. „Sie ist gut angewachsen, bekommt nächste Woche ihren ersten Schnitt“, so Plötz. Der Rasen unterhalb des Wallpavillons ist ganz neu - dort war zuvor nur eine leere Asche-Fläche für Tribünen und Veranstaltungen. „Die Rasenbeete sind denen unterhalb des Glocken-Pavillons gespiegelt wurden“, so Plötz weiter.

Mittlerweile seien die Tiefbauarbeiten abgeschlossen, zwei Brunnen befänden sich noch in der Abdichtung. Dazu wandert ein weißes Zelt von einem übers nächste Brunnen-Becken, um vor Regen zu schützen. Die Wege des nordwestlichen Zwinger-Innenhofes (vom Kronentor zum Wallpavillon) sollen bis Ende des Jahres fertig gestellt sein, die andere Hofhälfte wird nächstes Jahr vollendet. „Großes Ziel ist, den gesamten Zwinger im Sommer 2025 fertig zu stellen“, erklärt Plötz.

Damit hätten sich die Bauarbeiten anderthalb Jahre länger hingezogen als ursprünglich geplant und auch die Kosten haben sich von einst eingeplanten 10 Millionen Euro auf 15 Milliinen Euro erhöht.

 

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Marcus Plötz ist der zuständige Gärtner im Zwinger und freut sich auf das Ende der jahrelangen Bauarbeiten