Sechs weitere Aufenthaltsverbote in Dresden
Die Dresdner Polizei hat am Donnerstag sechs weitere nächtliche Aufenthaltsverbote für Flüchtlinge erlassen. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben der Polizei um vier syrische Männer im Alter von 15, 19 (2x) und 28 Jahren sowie zwei Afghanen im Alter von 17 und 21 Jahren. Alle sechs waren laut Polizei an den Auseinandersetzungen im Alaunpark bzw. auf dem Koreanischen Platz in der Friedrichstadt beteiligt . Darüber hinaus waren sie mehrfach wegen Körperverletzungsdelikten sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgefallen, hieß es von der Polizei. Die Aufenthaltsverbote gelten für drei Monate und umfassen zwei Bereiche. Das Gebiet um den Alaunpark wird durch folgende Straßen eingegrenzt: Alaunplatz, Tannenstraße, Königsbrücker Straße, Albertplatz, Bautzner Straße, Martin-Luther-Straße, Kamenzer Straße und An der Prießnitz.Ein zweiter Verbotsbereich rund um den Koreanischen Platz wird begrenzt durch die Straßen: Roßthaler Straße, Löbtauer Straße, Koreanischer Platz, Weißeritzstraße, Friedrichstraße, sowie Könneritzstraße. Bisherige Ermittlungen der Kriminalpolizei zu den Auseinandersetzungen haben bestätigt, dass es einen Zusammenhang gibt, hieß es. Die Ermittler vermuten, dass der Hintergrund für die Schlägereien einen Bezug zu Drogenszene hat.Bereits am vergangenen Freitag hatte die Dresdner Polizei gegen einen 21-jährigen Eritreer sowie einen 23-jährigen Libyer Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Der Libyer musste kurz darauf eine Nacht in Haft verbringen, da er gegen das Verbot verstoßen hat.Wir hatten bereits bei den ersten beiden Aufenthaltsverboten umfassend berichtet und ein Interview mit der Dresdner Polizei veröffentlicht (hier am Ende des Beitrages anhören).