Geklaute Affen-Dame „Ruma“: So wurde sie eingefangen
Große Erleichterung im Leipziger Zoo: Die über Ostern geklaute Bartaffen-Dame „Ruma“ ist äußerlich unverletzt zurück im Zoo!
Wie Polizei und Tiergarten am Donnerstagmittag bei einer spontan anberaumten gemeinsamen Pressekonferenz im Zoo erklärten, habe ein Jogger das 15-jährige Affen-Weibchen am Donnerstagmorgen gegen 7.15 Uhr entdeckt. Das Tier habe in einem Baum unweit eines Mehrfamilienhauses an Köbisstraße in Leipzig-Reudnitz gesessen.
Als ein gerufenes Team vom Zoo anrückte, sei Ruma in den Hausflur eines nahen Gebäudes geflüchtet. Dort habe man sie aber problemlos mit einem Handkescher einfangen können. Dann ging's per Transportbox zurück in den Zoo. Dort wartete bereits ihr Partner Yenur (12). Er sei überglücklich gewesen. Der Zoo hatte sich bereits um ein Ersatzweibchen bemüht. Denn Bartaffen sind sehr gesellige Tiere und Yenur hätte den Verlust seiner Frau womöglich nicht verkraftet. Eine „Neue“ werde nun aber zum Glück nicht mehr benötigt.
Das Pärchen hat sich ins hintere Gehege zurückgezogen. Fernab von Blicken der Besucher. Morgen werden die zwei Affen möglicherweise wieder zu sehen sein, heißt es.
„Auch für uns als Polizei ist dies ein einmaliger Fall, der uns berührt“, erklärte Polizeisprecher Olaf Hoppe dazu. Die Suche nach den Affen-Dieben gehe dennoch weiter. Zum möglichen Tathergang wollte er sich nicht äußern. Das sei Täterwissen. Ermittelt werden konnte aber bisher wohl noch niemand. Laut Hoppe gehe man davon aus, dass die Diebe Ruma wegen der großen öffentlichen Aufmerksamkeit wieder ausgesetzt haben.
Als Motiv denkbar sei ein Auftragsdiebstahl durch Sammler. Oder jemand habe ihn essen wollen. Affenfleisch gilt in einigen Ländern Südasiens als besondere Delikatesse.