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Schweres Unwetter im Vogtland - Aktuelle Infos hier

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Schwere Unwetter haben am Donnerstag im Vogtland gewütet. In der Region um Bad Brambach, Markneukirchen und Adorf kamen am Nachmittag teilweise bis zu 150 Liter pro Quadratmeter runter. Wohnhäuser und Garagen wurden überflutet, ebenso die B 92 und B 283 und ein Supermarkt. Feuerwehren sind seit Stunden im Dauereinsatz. UPDATE 14:53 Uhr Die Vogtlandbahn hat einen Teil ihrer Streckensperrungen wieder aufgehoben. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde der am Morgen komplett eingestellte Zugverkehr der RB 4 zwischen dem sächsischen Weischlitz und Greiz in Thüringen am Mittag wieder aufgenommen. UPDATE 11:22 UhrDas Gesundheitsamt im Vogtlandkreis hat die Einwohner vor den Risiken von Infektionen bei den Aufräumarbeiten im Überschwemmungsgebiet gewarnt. Wegen der Gefahr fäkal-oral übertragbarer Krankheiten empfiehlt die Behörde, sich bei der Reinigung durch Gummistiefel, wasserdichte Handschuhe und Kleidung vor dem Kontakt mit Schlamm und Überschwemmungswasser zu schützen. Auch sollten vor dem Essen oder auch dem Rauchen die Hände desinfiziert werden.UPDATE 9:45 Uhr Landeshochwasserzentrum: Die Wasserpegel im Vogtland fallen langsam. Allerdings werden auch heute örtlich noch Starkniederschläge erwartet. Dort könnte sich die Entspannung der Lage verzögern, hieß es. Die Wasserstände an den Pegeln Adorf 1 sollen am Vormittag unter die Alarmstufe 1 fallen. Am Pegel Magwitz wird voraussichtlich zunächst ein Wasserstand von 197 Zentimetern gehalten. Dort lag der Hochwasserscheitel kurz vor Mitternacht bei 264 Zentimetern - 34 Zentimeter über der Alarmstufe 4.UPDATE 7:45 Uhr Rettungsleitstelle Zwickau: Bis 6 Uhr wurden 260 wetterbedingte Einsätze bearbeitet. Hinzu kommen noch eine größere Anzahl von Einsätzen, die durch die Feuerwehren selbst abgearbeitet wurden. Aktuell sind noch die Bundesstraße 92 zwischen Oelsnitz und Adorf sowie die B 283 zwischen Adorf und Markneukirchen, sowie weitere Kreisstraßen voll gesperrt.UPDATE 7:24 Uhr Feuerwehr Lagezentrum: Mehrere Menschen wurden bei dem Unwetter leicht verletzt. Einige Hausbewohner sind zum Beispiel beim Kellerauspumpen umgeknickt.

UPDATE 6:19 Uhr Die Vogtlandbahn sperrt eine weitere Strecke. Seit dem frühen Morgen ist auch der Zugverkehr auf der RB 4 zwischen Weischlitz und Greiz vollständig eingestellt. Teilweise konnte Busnotverkehr eingerichtet werden. Wegen eines technischen Problems funktionieren die Auskunftssysteme im Internet nicht korrekt.

UPDATE 3:41 Uhr Polizeidirektion Zwickau: In Oberhermsgrün erlitt ein Mann einen Stromschlag, als in seiner Nähe ein Blitz einschlug. Er kam ins Krankenhaus, war aber nicht lebensgefährlich verletzt. Teilweise behinderten Schaulustige den Einsatz der Rettungskräfte, wie zum Beispiel in Adorf, wo einige Anwohner im Bereich der Weißen Elster durch Feuerwehr und THW evakuiert wurden. Zahlreiche Gaffer fanden sich auch in Pirk ein, weil die Talsperre wegen erhöhtem Wasserpegel kontrolliert abgelassen wird. Die Polizei sprach ihnen einen Platzverweis aus.

UPDATE 22:00 Uhr: Rettungsleitstelle Zwickau: Die Zahl der Einsätze hat sich auf 217 erhöht. Schwerpunkt war am späten Abend das Gebiet unterhalb der Talsperre Pirk. Dort wurden 100 m³/s Wasser abgelassen. Kurz vor Beginn des Unwetters lag der Wert bei 2 m³/s. Rund 377 Feuerwehrleute und 58 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz. In Adorf mussten rund 20 Personen evakuiert werden. Sie verbringen die Nacht in einer eingerichteten Notunterkunft. Unterdessen fallen die ersten Pegel langsam wieder.UPDATE 20:45 Uhr: Rettungsleitstelle Zwickau: Bis zum frühen Abend wurden 160 wetterbedingte Feuerwehreinsätze disponiert. Davon entfielen ca. 50 auf Adorf, ebenfalls 50 auf Oelsnitz sowie 20 auf Markneukirchen. Weitere Schwerpunkte waren in Mühlenthal, Eichigt und Rosenbach. In der Region musste die Hochwasserwarnstufe 4 – die höchste – ausgerufen werden. Der Rettungszweckverbandes Südwestsachsen hat alle Reservefahrzeuge im Einsatz. Die Johanniter versorgen betroffene Bürger in und um Adorf. Zudem sind die Einsatzquads der Bergwachten aus Schöneck und Klingenthal sowie der Johanniter vor Ort, um auch schwer zugängliche Stellen erreichen zu können.UPDATE 19:40 Uhr: Landratsamt Vogtlandkreis: Für Freitag ist auch mit erheblichen Einschränkungen im Busverkehr und der Schülerbeförderung zu rechnen. Betroffen ist insbesondere das Gebiet südlich und südwestlich von Oelsnitz, konkret alle Verbindungen zwischen Oelsnitz, Adorf, Bad Elster, Bad Brambach, Markneukirchen. Die Linienverkehre V-9 Plauen-Oelsnitz-Adorf-Bad Elster, V-26 Bad Elster-Reuth-Sohl, V-27 Bad Brambach-Bad Elster, V-30 Bad Elster-Adorf-Markneukirchen-Klingenthal und S-201 Sohl-Adorf-Markneukirchen werden voraussichtlich nur stark eingeschränkt bedient oder müssen nach aktueller Lage eingestellt werden. Weitere Einschränkungen gelten voraussichtlich für die Verbindung Oelsnitz - Triebel (Linie V-41) sowie Neundorf - Straßberg - Weischlitz (Linien V-3, 12, 16). UPDATE 18:43 Uhr: Störungen bei der Vogtlandbahn: Wegen Gleisüberspülungen ist der Zugverkehr auf der Linie RB 2 derzeit zwischen Weischlitz und Bad Brambach vollständig eingestellt. Teilweise konnte ein Busnotverkehr auf diesem Abschnitt eingerichtet werden. Durch die gleichzeitigen Sperrungen wegen Unpassierbarkeit auf den Straßen ist der Busnotverkehr jedoch nur sehr eingeschränkt möglich. Die Fahrgäste, die unterwegs sind, werden auf Umwegen zu ihren Zielorten gebracht. Nach derzeitigen Erkenntnissen dauert die Sperrung bis voraussichtlich Freitagmittag an. UPDATE 18:39 Uhr: Landeshochwasserzentrale warnt: Für die Weiße Elster wurde die höchste Alarmstufe 4 am Pegel Adorf überschritten. Es besteht Gefahr für Leib und Leben! Achten Sie unbedingt auf die örtlichen Informationen zur aktuellen Gefahrenabwehr! Informieren Sie auch Nachbarn, Verwandte und Bekannte! Für Anwohner unterhalb der Talsperre Pirk wird durch die Talsperrensteuerung die höchste Alarmstufe nicht erreicht. UPDATE 16:30 Uhr: Besonders betroffen war Oberhermsgrün. Die Feuerwehr war von Fluten eingeschlossen worden. Die Schrankenanlage der Bahn funktioniert nach Blitzeinschlägen nicht mehr richtig. Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden. In großer Gefahr befanden sich auch zwei Polizisten in Oberhermsgrün. Ihr Polizeiauto wurde von den Fluten erfasst, die Kameraden konnten sie retten.