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Schwarzer Freitag: Dynamo unterliegt Union Berlin

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Das hatte sich der überwie­gende Teil der 29.223 Zuschauer im Dynamo­sta­dion sicher anders vorge­stellt. Mit 1:3 verliert die SGD im Ostschlager gegen Union Berlin. Ein schwarzer Freitag für die Schwarz-Gelben, die schon zur Halbzeit mit 0:3 zurück­lagen. Cheikh Gueye sah im zweiten Durch­gang Rot, der Anschluss­treffer von Adam Susac kam zu spät.Wieder nur ein Stürmer...Dynamo-Trainer Peter Pacult stellte im Vergleich zum 1:1 in Bochum auf einer Position um und schickte die Elf aus dem Köln-Spiel ins Rennen. Bedeu­tete Tobias Kempe musste zurück auf die Ersatz­bank und Filip Trojan übernahm wieder die linke Seite. Der wieder genesene Zlatko Dedic musste damit ebenfalls zunächst auf der Bank Platz nehmen und Mickael Poté war allein auf weiter Flur.Die Gäste aus Berlin starteten besser ins Spiel, konnten sich bereits nach gut 60 Sekunden den ersten Eckball erarbeiten. Der brachte zwar nichts ein, aber die Marsch­rich­tung war vorge­geben. Dynamo hatte von Beginn an enorme Probleme ins Spiel zu finden, traute sich fast nichts zu. Union agierte ballsi­cher, hatte es mit der dicht gestaf­felten Defen­sive der SGD aber schwer. Im Gegenzug hatte aber auch die Hinter­mann­schaft der Berliner keine Probleme, denn offensiv brachte Dynamo mehr als eine halbe Stunde nichts auf die Reihe.Zwei Torschüsse - zwei ToreNach 23 Minuten wurden die Hausherren für ihre zu defen­sive Einstel­lung bestraft. Ein Eckball sorgte für die Gäste­füh­rung. Mattuschka trat den Ball in den Sechzehner, wo Brandy völlig unbedrängt zum 0:1 einnetzen konnte. Vom Gegen­treffer geschockt, kam gleich das 0:2 hinterher. In der 25. Minute nutzte Özbek einen katastro­phalen Schnitzer von Anthony Losilla, legte auf Mattuschka ab und der ließ Benjamin Kirsten keine Chance.Erst jetzt schienen die Schwarz-Gelben aus ihrem Tiefschlaf zu erwachen. Nach 31 Minuten hätte Losilla beinahe sogar verkürzt. Seinen Flach­schuss konnten die Berliner auf der Linie noch klären. Die wütenden Angriffe hielten weiter an und so war es diesmal Geburts­tags­kind Romain Bregerie, der das 1:2 auf dem Kopf hatte. Fiel brachte die Kugel per Eckball in den Straf­raum, wo Dynamos Abwehr­chef die Kugel auf das gegne­ri­sche Tor wuchtete. Auf der Linie hielt Özbek den Kopf dazwi­schen, von wo der Ball an die Latten­un­ter­kante prallte. Es blieb beim 0:2, auch weil Cristian Fiel in der 35. Minute mit einem Volley knapp schei­terte.Wer die eigenen Chancen nicht nutzt...Für den fahrläs­sigen Umgang mit den eigenen Chancen wurden die Dynamos prompt bestraft. Diesmal schoss Bregerie den Bock im Spiel­aufbau. Özbek holte sich die Kugel, spielte auf Köhler, der auf Kreilach ablegte. Der Kroate ließ Kirsten aus gut 20 Metern keine Abwehr­chance. Mit dem 0:3 aus Sicht der SGD ging es in die Kabinen.Gueye sieht RotMit neuem Schwung aber ohne Wechsel kehrte Dynamo auf den Platz zurück. Das hielt aller­dings auch nur gut zwei Minute, ehe Cheikh Gueye vom Platz gestellt wurde. Der Dynamo-Vertei­diger ging gegen Özbek zu hart zur Sache und sah die Rote Karte. In Unter­zahl gelang der Schwarz-Gelben nicht mehr viel. Anstatt mit dem Mute der Verzweif­lung noch nach vorn zu spielen, hatte das Pacult-Team Probleme überhaupt in Ballbe­sitz zu kommen. Union ließ die Kugel und den Gegner laufen. Nach 72 Minuten keimte noch einmal Hoffnung auf.Susac im dritten AnlaufNachdem Losilla gleich zweimal an Haas schei­terte, spielte Poté im Gewühl quer auf Adam Susac. Der neue Vertei­diger der SGD hatte dann keine Probleme, die Kugel in die Maschen zu drücken. Nur noch 1:3 aus Sicht der Dynamos. Mit großer Moral versuchten die Schwarz-Gelben noch einmal irgendwie zum Anschluss zu kommen. Das gelang aber nicht. Union Berlin spielte die verblieben Minuten sicher zu Ende und entführt drei Punkte aus Dresden.Für Dynamo ist es die erste Saison­pleite. Weiter geht's am 18. August erneut zu Hause gegen den FSV Frank­furt.

Audio:

Trainer Peter Pacult
Dynamos sport­li­cher Leiter Steffen Menze
Mittel­feld­spieler Cristian Fiel
Vertei­diger Romain Bregerie