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Schwarz-Gelbe Libelle wird nach Dresdner Forscher benannt

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Schil­lernde Ehrung für einen Dresdner Forscher: Eine neu entdeckte Libel­lenart aus Asien ist nach dem Dresdner Zoologen Klaus Reinhardt benannt worden. Wie die Techni­sche Univer­sität Dresden am Mittwoch mitteilte, ist die Asiagom­phus reinhardti rund sechs Zenti­meter groß und lebt an Bergbä­chen. Bekannt seien bisher nur die Männchen, die einen schwarzen Leib mit gelben Flecken und grüne Augen haben. Als Larve leben sie mehrere Jahre einge­graben im Schlamm­grund. "Dass eine neu entdeckte Tier- oder Pflan­zenart nach einem benannt wird, gehört wohl zu den schönsten Auszeich­nungen für einen Biologen", erklärte Reinhardt. "Ich fühle mich außer­ge­wöhn­lich geehrt - auf jeden Fall aber hätten viele andere Libel­len­for­scher die Auszeich­nung vor mir verdient", blieb der 47 Jahre alte Forscher bescheiden.Nach Angaben der Univer­sität hatten der russi­sche Insek­ten­for­scher Oleg Kosterin und sein japani­scher Kollege Naoto Yokoi die Libelle in einer abgele­genen Bergre­gion im Grenz­ge­biet zwischen Kambo­dscha und Laos aufge­spürt und sie als Anerken­nung für Reinhardts Arbeit nach ihm benannt.  Die Faszi­na­tion von Insekten beschreibt Reinhardt so: "Es gibt acht Millionen Insek­ten­arten, acht Millionen Lösungen für Probleme in der Natur." Reinhardt hatte früher im Kaukasus zu Libellen geforscht. Den Namens­ge­bern ist er persön­lich noch nicht begegnet. Momentan arbeitet der Evolu­ti­ons­bio­loge an einem gemeinhin als lästig empfun­denen Insekt: Bettwanzen.