Schulbus-Ärger in Medingen: Verwaltung sieht „vorübergehende Spitzen“
Nach dem Schulbusvorfall in Medingen bei Ottendorf-Okrilla liegt uns jetzt auch die Stellungnahme des Landratsamtes Bautzen dazu vor. Am ersten Schultag, letzte Woche Montag, hatte der Schulbus mehrere Kinder in Medingen-Hufen nicht mitgenommen. Wir haben darüber berichtet. Das vom Landratsamt beauftragte Busunternehmen, die Regionalbus Oberlausitz GmbH, hatte auf unsere Nachfrage bereits sein Bedauern ausgedrückt, aber auch auf die Verantwortung des Fahrpersonals für die Sicherheit der Fahrgäste hingewiesen.
Problem bei der Verwaltung bekannt
Wie uns nun eine Sprecherin des Landratsamtes mitgeteilt hat, sind Kapazitätsengpässe, insbesondere in der ersten Schulwoche, bekannt. Sie werden jedoch als vorübergehende Nachfragespitzen eingeordnet. Wie es in der Stellungnahme weiter heißt, werde das ÖPNV-Angebot primär auf den regulären Schulbetrieb und dauerhafte Bedarfe ausgerichtet. Eine dauerhafte Vorhaltung zusätzlicher Fahrzeuge für kurzfristige Schwankungen (z. B. Projekttage, erste Schulwoche) sei wirtschaftlich nicht umsetzbar.
Weitere Untersuchung
Der Vorfall auf der Linie 522 in Medingen werde derzeit in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsunternehmen analysiert. Sollte sich bei der Überprüfung zeigen, dass die Kapazitäten auch im regulären Schulbetrieb nicht ausreichen, werde dies in die weitere ÖPNV-Planung einbezogen.
Lösungsansatz ?
Wir haben beim Landratsamt angeregt, vor dem Start des Schuljahres 2027/28 bei der Oberschule Weixdorf und beim Gymnasium Klotzsche den Unterrichtsbeginn am ersten Schultag nach den Sommerferien zu erfragen. Möglicherweise gibt es an diesem speziellen Tag Abweichungen zum regulären Schulbetrieb in den folgenden Tagen.
Am Gymnasium Klotzsche hatten nach unseren Informationen, außer den neuen 5. Klassen, viele Schüler erst zur 2. Stunde Unterricht, was den überfüllten Schulbus um 8 Uhr in Medingen-Hufen erklären könnte.
