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Schnürboden für Schauspielhaus Dresden - Millionen­sanierung

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Das Dresdner Schau­spiel­haus wird bis Mitte Oktober für rund zehn Millionen Euro saniert und moder­ni­siert. Dabei sollen der Zuschau­er­saal renoviert, Bestuh­lung und Parkett repariert, Decke, Brüstungen, Portal und Wände frisch gestri­chen, bühnen­tech­ni­sche Anlagen und die Sanitär­ein­rich­tungen erneuert werden, wie Ludwig Coulin vom Staats­be­trieb Sächsi­sches Immobi­lien- und Bauma­nage­ment (SIB) am Freitag sagte. „Und wir werden einen Schnür­boden einbauen.“ Künftig könnten Kulissen von dieser Zwischen­decke zur Bühne abgehängt werden, die bisher nur von unten und den Seiten bestückt wird. Zudem bekommt das Theater eine neue compu­ter­ge­steu­erte Bühnen­ma­schi­nerie. Die Sanie­rung mache eine mit dem Wechsel des Inten­danten Wilfried Schulz nach Düssel­dorf verbun­dene 18-wöchige Spiel­zeit­pause möglich, sagte Coulin. Während das Staats­schau­spiel diese Spiel­stätte drei Mal so lange wie sonst nicht nutzen könne, bleibe das Restau­rant bis auf die ersten vier Wochen bei laufenden Baumaß­nahmen geöffnet. Das 1911 bis 1913 erbaute König­liche Schau­spiel­haus war im Februar 1945 zerstört worden. Von 1948 bis zur Wieder­er­öff­nung der ebenfalls zerstörten Semper­oper diente es als „Großes Haus der Staats­theater“ als Spiel­stätte für Oper, Ballett, Schau­spiel und Konzert. 1993 bis 1995 wurde das Gebäude general­sa­niert, der Zuschau­er­saal bekam sein histo­ri­sches Aussehen zurück. Die Flutka­ta­strophe 2002 mit Schäden von 10,6 Millionen Euro machten eine erneute Renovie­rung notwendig.